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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rezension: Apokaylpto


Linastia
19.08.2008, 10:46
Gestern Abend hab ich mir den Film "apokalypto" von Mel Gibson angeguckt.
Zunächst einmal war ich ganz schön kritisch.. denn Mel Gibsons Jesu-Film war meiner Meinung völlig unnütz! ABER ich wurde relativ "angenehm" überrascht, so angenehm wie es bei so einem Film nur möglich ist.
Der Film spielt in Mesoamerika um 1500 und zeigt zunächst einen friedlichen für sich lebenden und celebrierenden Stamm, der von den Mayas überfallen wird und deren Männer und Frauen verschleppt werden. Diese werden dann zu den mayas geschafft, wo Männer als Menschenopfer dienen müssen und Frauen als Sklavinnen verkauft werden.
Der Held des Films "Pranke des Jaguars" (gespielt von Rudy Youngblood) entkommt ,um seine schwangere Frau und Kind, die er während des ANgriffes der Mayas noch rechtzeitig in ein Erdloch verstecken konnte, zu retten! Da "Pranke des Jaguar" den Sohn des Hauptanführers der Menschenjäger r tötete, beginnt eine Hetzjagd.. Alle gegen Einen. Wie erwartet schafft es der Held des Films alle auzuschalten, seine Frau und Kind zu retten..um dann einen Neuanfang zu starten.

Die erste Hälfte des Films war super und vorallem spannend. Man hatte keine Ahnung was als nächstes kommt, der Weg der Gefangenen zum Hauptsitz der Maya, ein kleines Kind, das eine Prohezeihung ausspricht, die Menschenopfer.. Alles sehr gut gemacht.
Bis dann der Held plötzlich zu McGyver wird.. Spitze Dornen nimmt, giftige Frösche damit pickst..Rohre bastelt, um die -ihn jagenden- Feinde zu töten.. (ein bisschen realistischer als McGyver, aber dennoch ..langweilig..)
Zwischendurch sieht man dann (4minuten vor Ende des Films) noch die "Weißen" mit Schiffen ankommen, Amerika entdeckend..
Das Ende der Geschichte, wie oben schon beschrieben: Kind und Kegel sind beisammen und es wird gemeinsam beschlossen, einen Neuanfang zu beginnen. Schlussbild: Familie von hinten, in den Dschungel laufend.. (Der Sonnenuntergang fehlte noch!)

Grundsätzlich bin ich immer etwas zwiegespalten: Gutes Ende oder besser schlechtes Ende? Gutes Ende ja, aber nicht so kitschig..vorallem, wenn es so garnicht zum Anfang(nunja immerhin mehr als die Hälfte) des Filmes passt.
Schlechtes Ende auch gut, weils immer schön realistisch ist undman sich in Traurigkeit baden kann.

Abschließend muss ich aber sagen, dass der Film tolle Bilder verspricht und eine interessante Atmosphäre versprüht. Mel Gibson hat damit teilweise nen ganz guten Film hinbekommen.Und zur viel besprochenen Gewalt des Filmes muss ich sagen, so schlimm ist es nicht. Man sieht zwar den ein oder anderen Kopf rollen und herausgeschnittes Herz bluten.. aber da hab ich schon schlimmeres gesehen. Ist nun die Frage, ob man abghärtet ist, oder obs wirklich nicht so schlimm war.Ich finde zumindest nicht, dass er es nur darauf angelegt hat, Gewalt zu zeigen und zu demonstrieren wie blutrünstig die Mayas früher waren.. Ansichtssache

Kritiken:


World Socialist Webiste
von David Walsh

Was sollen wir mit Mel Gibsons Apocalypto anfangen, einem Film, der von Gewaltszenen nur so strotzt? Es scheint sich weniger um ein künstlerisches Ereignis als um ein sozialpsychologisches Phänomen zu handeln.


The New Yorker

nannte den Film ein „pathologisches Kunstwerk“. Mel Gibson sei „in mancher Hinsicht ein Narr“, aber er habe „gelernt, wie man eine Geschichte erzählt und mit dem Erzählen den Puls des Betrachters beschleunigt“. Man müsse „diese grundlegende Gabe bewundern, ungewöhnlich, wie sie im Hollywood dieser Tage ist.“ Man müsse sich aber zugleich fragen, welche Obsessionen ihr Antrieb seien."

Henkersbraut
19.08.2008, 11:12
Apoclypto gehört zu meinen Lieblingsfilmen. Der Film schafft es, zumindest mich, ohne große Schauspieler zu überzeugen. Wünderschöne Bilder und gut dargestellte Geschichte, Spannung, Gefühl, alles in einem.

Ein Film, der von Gewaltszenen nur so strotzt? Ich weiß nicht, welchen Film der Mann gesehen hat, aber es war sicherlich nicht Apocalypto. Hat der Kerl mal einen richtigen Action- oder Horrorfilm gesehen? Glaub ich nicht.

Für Leute die auf Abenteuer und auf den "Mel-Gibson-Stil" stehen, absolut empfehlenswert.

JohnLemon
19.08.2008, 13:53
Was die Gewalt betrifft, ist Apocalypto so manchem Action/Horror-Film weit voraus. Aber hier dient die Gewalt nicht der reinen Befriedigung von Lust nach Gewalt ...

Ich find' den Film völlig überbewertet, weil einfach ab dem Punkt, an dem die Hauptfigur flieht, überzogen und langweilig ist. Allerdings könnte ich mir auch nicht vorstellen, wie man den Film hätte anders weiter spinnen können.
Bis zu der Stelle, an der die Gefangenen das "Spiel" mitmachen sollen ist er wirklich gelungen, aber dann wird's flach und an manchen Stellen sogar albern - das macht einfach viel kaputt.

Ich war nach dem Film dann doch ziemlich enttäuscht.