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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Manilla Road - Gates of fire


exumer
07.07.2005, 00:00
Manilla Road – Gates of fire

http://img252.imageshack.us/img252/3944/manillaroadgatesoffirexv0.jpg (http://imageshack.us)


Da ist es endlich: Das lang erwartete Nachfolgewerk zum 2002er Opus „Spiral castle“. Die Erwartungshaltung der Fangemeinde war durch den langen Zeitraum zwischen den Alben und den überschwänglichen Bemerkungen von Mark „The Shark“ Shelton bezüglich der Qualität des neuen Albums geradezu übermäßig hoch und man wartete gespannt, ob sich der Traum eines weiteren Klassikers der Marke „The deluge“, Crystal logic“ oder „Mystification“ wiederholen lässt.
Das 72 Minuten lange Album beginnt mit dem Kracher „Riddle of steel“, der ähnlich packend wie „Metalstorm“ nach vorne losprescht und keine Gefangenen macht. Auch soundmäßig lässt sich das Album am ehesten mit deren ´84er Werk „Open the gates“ vergleichen. Positiv anmerken kann man sofort das exzellente Drumming von Jungspund Cory Christner, der seine Felle ähnlich gekonnt verdrischt wie einst Ausnahmedrummer Randy Foxe. Auch das gelungene Zusammenwirken der beiden Sänger Mark Shelton und Brian Patrick weiß nach etwas Eingewöhnungszeit voll und ganz zu überzeugen. Der nächste Song ist ein Lied der Marke „Avalon“ oder „Venusian sea“, sprich Akustikgitarre und Mark Shelton’s prägnanter Gesang, plus einen Haufen wundervoller Melodien. Das darauf folgende Lied „When giants fall“ beschließt die erste von drei Trilogien, die es auf das Album geschafft haben und bietet fantastischen Manilla Metal, der außerdem am Ende noch eine überraschende Reminiszenz an „Flaming Metal system“ bietet. Inhaltlich geht es in dieser „The frost giants daughter“ benannten dreiteiligen Geschichte um die gleichnamige Kurzgeschichte aus den Conan-storys von Robert E. Howard.
Die zweite Trilogie („Out of the ashes“) befasst sich mit Virgil’s Geschichte um Aeneas, seines Zeichens Sohn des Anchises von Troja und der Göttin Venus, der mit den letzten Überlebenden der Trojaner nach langer Irrfahrt die Küste von Italien erreicht und deren Nachkommen später das große Rom gründen werden. Musikalisch beginnt das vierte Lied des Albums („The fall of Iliam“) mit ruhigen Akustikgitarren, um in ein 14 minütiges Riffinferno mit ruhigen, epischen Zwischenteilen und grandiosem Solo überzugehen. „Imperious rise“ heißt der nächste Song, der recht düster beginnt um ab der zweiten Hälfte wieder in epische Gefilde zu verschwinden. Mit „Rome“ bekommt die zweite Trilogie einen mehr als würdigen 11 minütigen Abschluss.
Die letzte Trilogie („Gates of fire“) behandelt die Schlacht an den Thermopylen, bei der sich ein 300 Mann starkes spartanisches Heer (mit einigen wenigen Hilfstruppen) unter Führung von König Leonides erfolgreich gegen das 120 000 Mann starke Heer des persischen Großkönigs Xerxes durchsetzen konnte. Erst ein Verrat aus eigenen Reihen brachte den Widerstand zum Erliegen und brachte allen Spartanern den Tod. „Stand of the Spartans“ beginnt recht schleppend, passt jedoch sehr gut in Verbindung mit dem Text und überzeugt durch das grandiose Solo im Mittelteil. „Betrayal“ wird intoniert mit einem Super-drumming von Cory und setzt sich im weiteren Verlauf recht melancholisch getragen fort, um in einem anklagenden „Betrayal!“ zu enden. Der wahre Höhepunkt der Trilogie (des Albums?) kommt dieses Mal am Schluss mit „Epitaph to the king“. Ein fantastisch komponiertes und auf der Akustikgitarre vorgetragenes Epic-Meisterwerk mit superben Vocals und einem fulminanten Solo am Schluss. Für Fans kommt am Ende noch ein kleines Schmankerl in Form einer Wiederaufnahme des Hauptthemas von „The ninth wave“.
Abschließend lässt sich von meiner Sicht aus sagen, dass die Herren Shelton und Konsorten es diesmal geschafft haben ein Album aufzunehmen, das man mit Sicherheit zusammen mit den alten Klassikern nennen wird. Es ist kein „Crystal logic II“, jedoch wäre ich wirklich enttäuscht ein Album von Manilla Road zu hören, das nicht anders wäre wie seine Vorgänger.

Sic transit gloria mundi!


Bewertung: 10/10 Punkten

possessed
01.08.2005, 10:08
Ich warte jetzt schon bis es endlich zwölf Uhr ist dann hol ich mir die langerwartete neue Manilla Road Scheibe,bin schon ganz krippelig!

possessed :)

smoke demon
01.08.2005, 18:35
KILLER ALBUM!!!!

dieser bastard am schlagzeug... haha...

@exumer: wie schaut's jetz eigentlich mit den plänen für die sommertour aus? hast du mit mark kontakt?

exumer
01.08.2005, 20:08
Original von smoke demon
@exumer: wie schaut's jetz eigentlich mit den plänen für die sommertour aus? hast du mit mark kontakt?

Jep, die Tour findet soweit ich weiß statt, allerdings ham die wohl wegen den Jobs der Jungs nur 2 Wochen Zeit um ganz Europa zu beglücken, das heißt es werden wohl nur wenige Dates stattfinden, vor allem, weil die wohl ganz sicher schon nach Griechenland, Italien, Irland/GB und evt. Spanien fahren. Deutschland wird auch dabei sein, allerdings wohl nur als ein Land unter vielen. Ich werd trotzdem versuchen die Jungs evt. nach Mainz zu holen, wenn alles klappt und verschaff euch auch Kontakt wegen dem Konzert in Nürnberg. Mal sehen obs funktioniert...

Schön, dass das Album dir gefällt! ;)

ILO
27.10.2005, 22:38
Das Album ist wirklich Wahnsinn. Hab es nun auch schon was länger, aber läuft immer wieder im Player.