DerMarc
10.09.2005, 21:24
http://www.manntis.com/images/cover.gif
Manntis – Sleep in your Grave
Spielzeit: [28:41]
Genre : Metalcore
USA, 2005, Century Media
Line-Up auf dem Album:
Jake Sirokman – Gesang
Adair Cobley – Gitarre
Jeremy Swanson – Gitarre
Clint Gregory – Bass
James Sanders – Drums
Mit ihrem Erstlingswerk Sleep in your Grave haben die US-Amerikaner von Manntis anscheinend einen guten Eindruck hinterlassen, sind sie doch sofort bei Century Media untergekommen, welche die Jungs auch prompt auf Europa Tournee mit The Haunted und God Forbid geschickt haben. Ein guter Einstieg in die Branche, wenn man bedenkt, dass die im Jahre 2000 gegründete Band vorher nur selten aus Kalifornien herauskam.
Und verdient haben sie es tatsächlich, kann man sie doch zumindest im oberen Drittel der inzwischen unüberschaubaren NWOHM Flut einordnen. Man merkt, dass einem hier keine schnell zusammengeschusterte Band präsentiert wird, sondern eine Gruppe, die vor Beginn der Aufnahmen bereits einige Jahre zusammen spielte. So findet man auf der CD auch einige Abwechslung, wobei natürlich immer Metalcore/Post Hardcore überwiegt. Manchmal klingen Manntis nach Killswitch Engage, stellenweise auch nach (neuen) Fear Factory. Leider wird einem das alles in einer viel zu kurzen Zeit von nicht einmal einer halben Stunde präsentiert. Das ist das einzige Manko, dass ich persönlich bei diesem Album finde, aber leider wiegt es nun mal sehr schwer, wenn man gerade erst in die Musik reinkommt und dann auf einmal merkt, dass der Silberling im Player bereits ausrotiert.
Hätten die Jungs ihre Songs länger konzipiert, dann würden sie einem vielleicht auch besser im Gedächtnis bleiben, doch immerhin gibt es den ein oder anderen Song, der einen wirklich nicht mehr verlässt und zu einem wunderbar-nervig-schönen Ohrwurm werden kann, wie zum Beispiel der Gitarreneinsatz am Anfang von Shades of Hatred.
Und damit wären wir auch schon bei der Einzelbetrachtung der Lieder.
°http://http://www.manntis.com/images/cover.gifAxe of Redemption (http://www.purevolume.com/download.php?id=751012) (klicken für Download) ist ein sehr guter Opener, kommt nach einem netten, aber auch irgendwie bekanntem, Riff sofort zur Sache und wird zuerst langsamer und melodischer, dann aber doch wieder schnell genug für einige blaue Flecken. Er endet schließlich ziemlich groovig und man mag schön mit dem Kopf dazu nicken.
°Shades of Hatred klingt gleich etwas melodischer und wieder schneller, alleine schon durch die sehr einprägsame Gitarre am Anfang. Insgesamt wohl einer der fetzigsten Songs auf dem Album, bei sich auch die gelungene Spielweise der Jungs zeigt.
°Approach reiht sich direkt hinter seinem Vorgänger ein und wird noch mal eine Ecke melodischer, diesmal allerdings mit mehr HC-Chören im Refrain. Ein recht langsamer Song, der trotzdem mitreißen kann.
°Refections of You ist wieder etwas schneller, zeichnet sich allerdings durch eine etwas „dunklere“ Stimmung aus. Im Schlussteil hört man sogar fast cleane Vocals, die sich zwischen Geschreie und HC-Chöre mischen. Auch hier endet ein recht rasantes Lied eher langsam, fast schon balladenhaft.
°My Enemy hingegen beginnt wieder fetzig und kann das auch durchgehend halten. Schnelles Gedrumme und tiefe Gitarren machen diesen Song zu einem kurzen aber harten Vergnügen.
°A new Breed of Life vereint ziemlich viel von denen anderen Liedern in sich. Cleane Background Vocals, HC-Chöre, fetzige Gitarren und präzises, schnelles Gedrumme vereinen sich hier und bilden einen der besten Songs der Scheibe.
°Second Life Ahead ist ein eher langsamer, HC-lastiger Song zum mitsingen, beinhaltet aber auch gleichzeitig eines der wenigen Soli auf dem Album.
°Weathered Soul kommt wieder ganz gut rüber und erinnert die Muskeln daran sich mal wieder zu bewegen. Insgesamt ein sehr guter Song, mit abwechslungsreichem Gesang/Geschreie und genug Raum zu abgehen.
°Resist and Overcome beginnt schön old-school-HC mäßig und wird nach einer halben Minuten zu einem mitreißendem, brutalen Song. Also ein wunderbares Lied.
°Sleep in your Grave ist ein ordentlicher Titeltrack mit Chaoscore Anleihen, die sich jedoch schnell wieder im Refrain verlieren. Endet dann wieder langsam und mit HC-Chören.
°The Ends where it begins ist.... Anders. Ja, das Wort trifft es ganz gut. Nach verzerrtem Geschreie und einer kurzen Pause erwartet uns hier ein kurzes Emo Lied. Ganz gut gepspielt und recht gefühlvoll und obendrauf noch ein netter Ausklang.
Insgesamt betrachtet eigentlich ein schönes Album, wäre es nur nicht so kurz und der Songaufbau nicht fast immer der gleiche(Schneller Anfang/Langsames, grooviges Ende).
Allgemein befinden sich aber von der Spielart her recht abwechslungsreiche Einlagen in den meisten Liedern.
Dennoch ist das Album für ein Erstlingswerk sehr gut geworden und ich bin sicher aus den Jungs wird noch was, wenn sie sich behaupten können und nicht im Schatten anderer Bands verschwinden.
Punktewertung 7,5/10 Punkte
Diskographie
[2005] Sleep in your Grave
www.manntis.com
[mth]
Manntis – Sleep in your Grave
Spielzeit: [28:41]
Genre : Metalcore
USA, 2005, Century Media
Line-Up auf dem Album:
Jake Sirokman – Gesang
Adair Cobley – Gitarre
Jeremy Swanson – Gitarre
Clint Gregory – Bass
James Sanders – Drums
Mit ihrem Erstlingswerk Sleep in your Grave haben die US-Amerikaner von Manntis anscheinend einen guten Eindruck hinterlassen, sind sie doch sofort bei Century Media untergekommen, welche die Jungs auch prompt auf Europa Tournee mit The Haunted und God Forbid geschickt haben. Ein guter Einstieg in die Branche, wenn man bedenkt, dass die im Jahre 2000 gegründete Band vorher nur selten aus Kalifornien herauskam.
Und verdient haben sie es tatsächlich, kann man sie doch zumindest im oberen Drittel der inzwischen unüberschaubaren NWOHM Flut einordnen. Man merkt, dass einem hier keine schnell zusammengeschusterte Band präsentiert wird, sondern eine Gruppe, die vor Beginn der Aufnahmen bereits einige Jahre zusammen spielte. So findet man auf der CD auch einige Abwechslung, wobei natürlich immer Metalcore/Post Hardcore überwiegt. Manchmal klingen Manntis nach Killswitch Engage, stellenweise auch nach (neuen) Fear Factory. Leider wird einem das alles in einer viel zu kurzen Zeit von nicht einmal einer halben Stunde präsentiert. Das ist das einzige Manko, dass ich persönlich bei diesem Album finde, aber leider wiegt es nun mal sehr schwer, wenn man gerade erst in die Musik reinkommt und dann auf einmal merkt, dass der Silberling im Player bereits ausrotiert.
Hätten die Jungs ihre Songs länger konzipiert, dann würden sie einem vielleicht auch besser im Gedächtnis bleiben, doch immerhin gibt es den ein oder anderen Song, der einen wirklich nicht mehr verlässt und zu einem wunderbar-nervig-schönen Ohrwurm werden kann, wie zum Beispiel der Gitarreneinsatz am Anfang von Shades of Hatred.
Und damit wären wir auch schon bei der Einzelbetrachtung der Lieder.
°http://http://www.manntis.com/images/cover.gifAxe of Redemption (http://www.purevolume.com/download.php?id=751012) (klicken für Download) ist ein sehr guter Opener, kommt nach einem netten, aber auch irgendwie bekanntem, Riff sofort zur Sache und wird zuerst langsamer und melodischer, dann aber doch wieder schnell genug für einige blaue Flecken. Er endet schließlich ziemlich groovig und man mag schön mit dem Kopf dazu nicken.
°Shades of Hatred klingt gleich etwas melodischer und wieder schneller, alleine schon durch die sehr einprägsame Gitarre am Anfang. Insgesamt wohl einer der fetzigsten Songs auf dem Album, bei sich auch die gelungene Spielweise der Jungs zeigt.
°Approach reiht sich direkt hinter seinem Vorgänger ein und wird noch mal eine Ecke melodischer, diesmal allerdings mit mehr HC-Chören im Refrain. Ein recht langsamer Song, der trotzdem mitreißen kann.
°Refections of You ist wieder etwas schneller, zeichnet sich allerdings durch eine etwas „dunklere“ Stimmung aus. Im Schlussteil hört man sogar fast cleane Vocals, die sich zwischen Geschreie und HC-Chöre mischen. Auch hier endet ein recht rasantes Lied eher langsam, fast schon balladenhaft.
°My Enemy hingegen beginnt wieder fetzig und kann das auch durchgehend halten. Schnelles Gedrumme und tiefe Gitarren machen diesen Song zu einem kurzen aber harten Vergnügen.
°A new Breed of Life vereint ziemlich viel von denen anderen Liedern in sich. Cleane Background Vocals, HC-Chöre, fetzige Gitarren und präzises, schnelles Gedrumme vereinen sich hier und bilden einen der besten Songs der Scheibe.
°Second Life Ahead ist ein eher langsamer, HC-lastiger Song zum mitsingen, beinhaltet aber auch gleichzeitig eines der wenigen Soli auf dem Album.
°Weathered Soul kommt wieder ganz gut rüber und erinnert die Muskeln daran sich mal wieder zu bewegen. Insgesamt ein sehr guter Song, mit abwechslungsreichem Gesang/Geschreie und genug Raum zu abgehen.
°Resist and Overcome beginnt schön old-school-HC mäßig und wird nach einer halben Minuten zu einem mitreißendem, brutalen Song. Also ein wunderbares Lied.
°Sleep in your Grave ist ein ordentlicher Titeltrack mit Chaoscore Anleihen, die sich jedoch schnell wieder im Refrain verlieren. Endet dann wieder langsam und mit HC-Chören.
°The Ends where it begins ist.... Anders. Ja, das Wort trifft es ganz gut. Nach verzerrtem Geschreie und einer kurzen Pause erwartet uns hier ein kurzes Emo Lied. Ganz gut gepspielt und recht gefühlvoll und obendrauf noch ein netter Ausklang.
Insgesamt betrachtet eigentlich ein schönes Album, wäre es nur nicht so kurz und der Songaufbau nicht fast immer der gleiche(Schneller Anfang/Langsames, grooviges Ende).
Allgemein befinden sich aber von der Spielart her recht abwechslungsreiche Einlagen in den meisten Liedern.
Dennoch ist das Album für ein Erstlingswerk sehr gut geworden und ich bin sicher aus den Jungs wird noch was, wenn sie sich behaupten können und nicht im Schatten anderer Bands verschwinden.
Punktewertung 7,5/10 Punkte
Diskographie
[2005] Sleep in your Grave
www.manntis.com
[mth]