PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bobaflex - Apologize for nothing


DerMarc
14.09.2005, 18:06
http://img354.imageshack.us/img354/1566/bobaflex1ij.jpg

Bobaflex – Apologize for Nothing
Spielzeit: 35:54
Genre: Crossover
USA,2005,TVT Records

Line-Up auf dem Album:
Shaun McCoy - Gesang (Growls), Gitarre
Marty McCoy - Gesang (clear), Gitarre
Mike Steele - Gitarre, Gesang
Jerod Mankin - Bass, Gesang
Ronnie Casto – Schlagzeug

Hört man Bobaflex, dann fühlt man sich in Zeit zurückversetzt, in der Metal/Rock/Hip-Hop Crossovers den Markt eroberten. Laut Sänger Marty ist dies jedoch kein Zufall, hängt man in seiner Heimat in West Virginia doch immer etwas hinter den aktuellen Trends hinterher. Die ländliche Idylle, in der die Jungs aufwuchsen, soll auch nicht ganz unschuldig an einigen Country und Bluegrass Einflüssen sein, welche in der Musik von Bobaflex zu finden sind. Doch überwiegen tut hier Hard Rock dessen Melodien sich mit harten Riffs paaren. Nur ab und zu kommen die Hip-Hop Einflüsse zur Geltung und wirken auch nicht aufgesetzt, passen sie doch meistens zum jeweiligen Lied.
Und abwechslungsreich sind die Lieder. Manchmal sind es nette Balladen mit klarem Gesang, mal erwarten einen harte Riffs und tiefes Gegrunze oder gefühlvolles Geschreie. Stimmliche Abwechslung wird schon alleine durch die vier Sänger geboten, auch wenn diese Aufgabe nur von zweien hauptsächlich erfüllt wird
Leider schwankt auch die Qualität der Lieder, doch erst mal dass, was einen so erwartet.

°Six Feet Under Ground leitet das Album ganz gut ein und zeigt, was einen musikalisch erwartet. Insgesamt ein flotter, abwechslungsreicher Party – Song, der recht eingängig ist und zum mitsingen einlädt.
°Better than me geht ebenfalls gut ab und zeigt gegen Ende sein melodisches Gesicht. Abgesehen von diesem doch recht lahmen, melodischen Teil, den die Band besser etwas anders gestaltet hätte, ist das Lied recht gut.
°Bright Red Violent Sex ist ein wenig abgedreht und vor allem textlich sicher nicht jedermanns Geschmack. Ansonsten bietet dieser Song nichts besonderes, ist aber auch nicht schlecht.
°Bullseye hat das erste Mal deutliche Hip-Hop Einflüsse, die dem Song aber ganz tut tun und den Refrain etwas mehr hervorheben. Leider verliert der Song am Ende etwas Qualität und verliert sich selbst irgendwo, nur nicht mehr da wo man ihn gerne hätte.
°Guns ablazin’ ist ein ruhiger, balladenhafter Song mit markantem Gesang, der sich sehen lassen kann. Hier erinnert die Musik einen an Tenacious D, gemischt mit harten Riffs und gelegentlichem Geschreie.
°Got you trapped knüpft vom Stil her wieder an die ersten beiden Lieder an. Er lebt vor allem vom Wechsel zwischen den verschieden Stimmen der Sänger und seinem Tempo.
°Turn the Heat up stellt die beste Verknüpfung zwischen Hip-Hop und Rock auf dem Album dar und enthält sogar ein fetziges Solo am Ende.
°Family ist eine ruhige Ballade, bei der man verzweifelt auf den Höhepunkt warten.
°Guardian versucht mitreißend, schafft es allerdings nicht. Dazu fehlt ihm einfach das gewisse etwas. Ihm fehlt einfach die Energie manch anderer Songs auf dem Album.
°Medicine gelingt der Spagat zwischen Härte, Melodie und Hip-Hop eigentlich ganz gut, und live könnte er dank seines Endes eine große Nummer werden.
°Don’t lie with Dogs ist nicht mehr als ein Hip-Hop Song mit einigen unwichtigen Gitarren und ein wenig Geschreie, und dazu ist er noch ziemlich lahm.
°Rescue You ist Abschlusslied, wie es im Buche steht. Allerdings nur vom Stil her. Die Qualität lässt zwar zu wünschen übrig, aber es ist trotzdem ein passabler Ausklang.

Es ist schade, dass ein Album, das doch recht solide beginnt, gegen Ende so nachlässt. Die ersten beiden Lieder versprechen viel, doch bereits in der Mitte lassen die Lieder an Qualität ein wenig nach. Vier der letzten Lieder hätte man auch weglassen können, da sie teilweise einfach nicht zünden.
Nächstes Mal sollten Bobaflex sich etwas mehr auf den Aufbau ihrer Songs konzentrieren, denn dass sie richtig gute Lieder schreiben können, beweisen sie mit Six Feet Under Ground, Better than me, Guns ablazin’ und Turn the Heat up.
Für alle Fans von guten altem Crossover, die sich an kleinen Ungereimtheiten nicht stören, lohnt sich hier auf jeden Fall der Kauf, Leute die mit dieser Musik nichts anfangen können, sollten sich jedoch besser Alben zulegen, um von dem Genre überzeugt zu werden.

Punktewertung: 6,5/10 Punkten

Diskografie
[2005] Primitive Epic
[2005] Apologize for Nothing

www.bobaflexwarriors.com

[mth]