Mirilja
01.01.2005, 19:58
Die Schalmei
http://www.lexikon-definition.de/images/thumb/b/ba/300px-Barocke-Schalmei.png
Bei der Schalmei handelt es sich um ein mittelalterliches Holzblasinstrument, welches ein Doppelrohrblatt besitzt. Das Wort Schalmei stammt von dem lateinischen Wort "calamus" was soviel wie "Halm-Rohr" bedeutet bzw. von dem griechischen Wort "kalamos", was übersetzt "das Schilfrohr" heißt, ab. Strengenommen haben wir aber das Wort "Schalmei" von dem französischen Namen "Chalumeau" übernommen.
Weitere Bezeichnungen für Schalmei sind Schalmay, Ciamarella, Kalamaia oder Pommer
Der Ursprung dieses Instrumentes ist auf den arabischen Raum zurückzuführen, es stammt von dem orientalischen Zamr ab und wurde von den Kreuzfahrern des Mittelalters nach Europa gebracht.
Hier verbreitete es sich vor allem rasch unter den Hirten.
(wer kennt nicht das Volkslied... "Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder, Es spielet der Hirte auf seiner Schalmei"...)
Der Klang ist schrill, scharf und nasal, sowie sehr durchdringend, es ist als Zimmerinstrument ungeeignet ;)
Auch dynamisches Spielen ist nicht möglich, da der Ton durch Druck erzeugt, an Höhe und Tiefe zunimmt, je nachdem, wie stark oder weich man hineinbläst.
Die sich im Spätmittelalter entwickelten Rauschpfeiffen werden heute oft fälschlicherweise als Schalmeien bezeichnet.
Auch die sog. Martinstrompete wird als Schalmei bezeichnet, obwohl sie mit dem Original nichts zu tun hat. Sie ist Anfang des 20. Jahrhunderts enstanden und nichts anderes als ein Signalinstrument, was nach dem Prinzip einer Ballhupe funktioniert.
Zusätzlich ist noch zu sagen, dass es sich bei der Schalmei um einen berühmten Vorgänger einiger Orchesterinstrumente handelt. So wurde im späten 17. Jahrhundert von Johann Christoph Denner (1655-1707) aus der Schalmei die Klarinette entwickelt. Und auch die Oboe ist ein Nachfahre dieses Hirteninstruments.
Zudem ist in Orgelregister nach der Schalmei benannt.
(Mitbenutzte Quellen: www.klassik-heute.com , www.uni-protokolle.de )
http://www.lexikon-definition.de/images/thumb/b/ba/300px-Barocke-Schalmei.png
Bei der Schalmei handelt es sich um ein mittelalterliches Holzblasinstrument, welches ein Doppelrohrblatt besitzt. Das Wort Schalmei stammt von dem lateinischen Wort "calamus" was soviel wie "Halm-Rohr" bedeutet bzw. von dem griechischen Wort "kalamos", was übersetzt "das Schilfrohr" heißt, ab. Strengenommen haben wir aber das Wort "Schalmei" von dem französischen Namen "Chalumeau" übernommen.
Weitere Bezeichnungen für Schalmei sind Schalmay, Ciamarella, Kalamaia oder Pommer
Der Ursprung dieses Instrumentes ist auf den arabischen Raum zurückzuführen, es stammt von dem orientalischen Zamr ab und wurde von den Kreuzfahrern des Mittelalters nach Europa gebracht.
Hier verbreitete es sich vor allem rasch unter den Hirten.
(wer kennt nicht das Volkslied... "Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder, Es spielet der Hirte auf seiner Schalmei"...)
Der Klang ist schrill, scharf und nasal, sowie sehr durchdringend, es ist als Zimmerinstrument ungeeignet ;)
Auch dynamisches Spielen ist nicht möglich, da der Ton durch Druck erzeugt, an Höhe und Tiefe zunimmt, je nachdem, wie stark oder weich man hineinbläst.
Die sich im Spätmittelalter entwickelten Rauschpfeiffen werden heute oft fälschlicherweise als Schalmeien bezeichnet.
Auch die sog. Martinstrompete wird als Schalmei bezeichnet, obwohl sie mit dem Original nichts zu tun hat. Sie ist Anfang des 20. Jahrhunderts enstanden und nichts anderes als ein Signalinstrument, was nach dem Prinzip einer Ballhupe funktioniert.
Zusätzlich ist noch zu sagen, dass es sich bei der Schalmei um einen berühmten Vorgänger einiger Orchesterinstrumente handelt. So wurde im späten 17. Jahrhundert von Johann Christoph Denner (1655-1707) aus der Schalmei die Klarinette entwickelt. Und auch die Oboe ist ein Nachfahre dieses Hirteninstruments.
Zudem ist in Orgelregister nach der Schalmei benannt.
(Mitbenutzte Quellen: www.klassik-heute.com , www.uni-protokolle.de )