DerMarc
25.09.2005, 14:25
Reckless Tide – Repent or seal your Fate
Genre: Thrash Metal
Deutschland, 2005, Armageddon Music
http://www.recklesstide.de/insan/page/02_me/disco/3.jpg
Vetternwirtschaft ist zwar nicht immer wünschenswert, erzielt aber oft wirklich wunderbare Ergebnisse. Im Falle von Reckless Tide frönen Ehemann und Ehefrau ihrem Hobby, Musik machen zu wollen und haben sich noch andere Leute ins Boot geholt, denn alleine von Gitarre und Schlagzeug erlangt eine Band noch keinen Ruhm. Und da ein Sänger wohl nicht reichte, stellte man auch gleich noch einen zweiten ein, und das mit gutem Grund, denn hier ist mehr auch besser. Denn Andrew Toth und Kjell Hallgreen ergänzen sich einfach wunderbar. Während der eine schreit und grunzt, dass sich die Balken biegen, sorgt der andere für ruhige, melodische und mitreißende Parts, die keinen Vergleich mit internationalen Größe scheuen müssen. So gelingt ein einmaliger Spagat zwischen Härte und Melodie, den man nur selten zu Gesicht bekommt, aber unbedingt erleben muss!
Nach Dampfhammern wie "Death Train" erwarten einen gleich melodische Stücke wie "Damned for Now and Nevermore," was einen ständig bei Laune hält und nach neuem lauschen lässt.
Alleine schon wie durch "Intensity" der Song "To die for Creavity" einleitet ist ein Glanzstück, dass man nicht oft bestaunen darf.
Auch im instrumentalen Bereich wird eine Abwechslung geboten, die man sonst vermisst. Alleine schon dadurch, dass sich jeder Song durch eigene, markante Melodien auszeichnet, verleiht dem Album einige Bonuspunkte. Vor allem das wunderbar verrückte Lied „Lebende Organverpflanzung“ weiß durch einige nette stilistische Einfälle zu gefallen und bringt gleich noch mal einen halben Punkt mehr.
Mit dieser Spielweise haben Reckless Tide auch gleich die Aufmerksamkeit einiger Prominenter erregt und so finden sich auf Repent or Seal your Fate Gastauftritte, unter anderem von Jeff Waters (Annihilator) und Sabina Classen (Holy Moses).
Wahrlich großes Tennis also, was einem hier geboten wird und sich deutlich vom Einheitsbrei der letzten Veröffentlichungen anderer Bands abhebt. Hier hatte man einmal Mut zu neuen Ideen, die man so gut verpackt in letzter Zeit nicht zu hören bekam.
Da bleibt nur zu hoffen, dass der Band eine lange Lebensdauer vergönnt ist, denn davon hätten wir alle etwas.
8 von 10 Punkten
Tracklist:
1. Desperation
2. Self Destruct
3. Misery
4. The Hunt
5. Death Train
6. Dammed for Now and Nevermore
7. Demons and Dictators
8. Repent or seal your Fate
9. Equality
10. Lebende Organverpflanzung
11. Shed the Chains
12. Intenstiy
13. To die for Creavity
14. Reckless Tide
Line-Up auf dem Album:
Gesang (growls): Andrew Troth
Gesang (clear): Kjell Hallgreen
Gitarre: Susanne Swilus
Gitarre: Oliver Jaath
Bass: Henning Pfeiffer
Schlaugzeug: Kai Swilus
Diskografie
[2002] Insanity or Reality (EP)
[2003] Minutes of Thrash (Promo)
[2005]Repent or Seal your Fate
Genre: Thrash Metal
Deutschland, 2005, Armageddon Music
http://www.recklesstide.de/insan/page/02_me/disco/3.jpg
Vetternwirtschaft ist zwar nicht immer wünschenswert, erzielt aber oft wirklich wunderbare Ergebnisse. Im Falle von Reckless Tide frönen Ehemann und Ehefrau ihrem Hobby, Musik machen zu wollen und haben sich noch andere Leute ins Boot geholt, denn alleine von Gitarre und Schlagzeug erlangt eine Band noch keinen Ruhm. Und da ein Sänger wohl nicht reichte, stellte man auch gleich noch einen zweiten ein, und das mit gutem Grund, denn hier ist mehr auch besser. Denn Andrew Toth und Kjell Hallgreen ergänzen sich einfach wunderbar. Während der eine schreit und grunzt, dass sich die Balken biegen, sorgt der andere für ruhige, melodische und mitreißende Parts, die keinen Vergleich mit internationalen Größe scheuen müssen. So gelingt ein einmaliger Spagat zwischen Härte und Melodie, den man nur selten zu Gesicht bekommt, aber unbedingt erleben muss!
Nach Dampfhammern wie "Death Train" erwarten einen gleich melodische Stücke wie "Damned for Now and Nevermore," was einen ständig bei Laune hält und nach neuem lauschen lässt.
Alleine schon wie durch "Intensity" der Song "To die for Creavity" einleitet ist ein Glanzstück, dass man nicht oft bestaunen darf.
Auch im instrumentalen Bereich wird eine Abwechslung geboten, die man sonst vermisst. Alleine schon dadurch, dass sich jeder Song durch eigene, markante Melodien auszeichnet, verleiht dem Album einige Bonuspunkte. Vor allem das wunderbar verrückte Lied „Lebende Organverpflanzung“ weiß durch einige nette stilistische Einfälle zu gefallen und bringt gleich noch mal einen halben Punkt mehr.
Mit dieser Spielweise haben Reckless Tide auch gleich die Aufmerksamkeit einiger Prominenter erregt und so finden sich auf Repent or Seal your Fate Gastauftritte, unter anderem von Jeff Waters (Annihilator) und Sabina Classen (Holy Moses).
Wahrlich großes Tennis also, was einem hier geboten wird und sich deutlich vom Einheitsbrei der letzten Veröffentlichungen anderer Bands abhebt. Hier hatte man einmal Mut zu neuen Ideen, die man so gut verpackt in letzter Zeit nicht zu hören bekam.
Da bleibt nur zu hoffen, dass der Band eine lange Lebensdauer vergönnt ist, denn davon hätten wir alle etwas.
8 von 10 Punkten
Tracklist:
1. Desperation
2. Self Destruct
3. Misery
4. The Hunt
5. Death Train
6. Dammed for Now and Nevermore
7. Demons and Dictators
8. Repent or seal your Fate
9. Equality
10. Lebende Organverpflanzung
11. Shed the Chains
12. Intenstiy
13. To die for Creavity
14. Reckless Tide
Line-Up auf dem Album:
Gesang (growls): Andrew Troth
Gesang (clear): Kjell Hallgreen
Gitarre: Susanne Swilus
Gitarre: Oliver Jaath
Bass: Henning Pfeiffer
Schlaugzeug: Kai Swilus
Diskografie
[2002] Insanity or Reality (EP)
[2003] Minutes of Thrash (Promo)
[2005]Repent or Seal your Fate