exumer
05.01.2005, 13:49
http://www.uni-mainz.de/~malm/Pictures/cirithungolkingcover.jpg
Cirith Ungol waren schon immer eine Band die die Metalwelt sehr stark polarisiert haben, da es eigentlich schon immer mehr Leute gab, die die Band hassten, wie Fans der Band. Aber fragt man diejenigen, denen die Musik gefällt, so wird man feststellen, dass Cirith Ungol dann fast immer als eine der ihnen liebsten Bands genannt werden. Grund dürfte vor allem deren meiner Meinung nach bestes Werk namens „King of the dead“ sein. Ursprünglich erschienen ist das Album 1984 bei Enigma Records und wurde kurze Zeit später von Metal Blade Records auch für Europa lizensiert. Optisch wird das Album von einem genialen Cover des Fantasymalers Michael Whelan geziert, in dem eine Szene aus Michael Moorcocks Elric-Saga gezeigt wird und auch die Texte der vier drehen sich sehr oft um die eine oder andere Passage aus der Geschichte von Elric Frauentöter. Jedem Fan von guter, aber sehr düsterer Fantasy kann ich diese Bücher nur empfehlen, aber das nur nebenbei. Widmen wir uns endlich dem wichtigsten, der Musik und fangen bei dem Teil an, der die meisten Leute schon beim ersten Hören eher abstößt: dem Gesang! Tim Baker als richtigen Sänger zu bezeichnen wäre glaube ich etwas vermessen, da er viel eher schreit als singt und selbst das auf eine Anfangs eher sehr merkwürdige Art und Weise. Vergleichen könnte man das Resultat noch am ehesten mit Brian Johnson von AC/DC, aber auch dieser Vergleich hinkt irgendwie. Nichtsdestotrotz passt der Gesang wie die Faust aufs Auge zur Musik und ich könnte mir beim besten Willen keinen klaren Gesang mehr zu Cirith Ungol vorstellen. Die eigentliche Musik zu beschreiben ist auch wieder ne harte Nuss, da auch hier Vergleiche mit anderen Bands praktisch wegfallen. Der in den Soloparts sehr höhenlastige Gitarrensound wird hauptsächlich durch die vor allem auf diesem Album sehr doomig anmutende Gitarrenarbeit von Jerry Fogle bestimmt und zusammen mit dem soliden Basspiel von Flint, dem groovigen Drumsound von Robert Graven und den perfekt auf die Musik abgestimmten Texten ergibt sich ein musikalisches Gesamtbild das sich an Dunkelheit nicht überbieten lässt. Egal ob man nun Cirith Ungol scheiße findet oder genial, so muss man ihnen doch zugute halten, dass sie sich wirklich nie um die kommerzielle Verwertbarkeit ihrer Kunst geschert haben. Dies wird auch der Grund sein, weshalb sie nie so groß waren, wie sie anhand ihrer Qualität hätten sein können. Nicht jedem gefällt Musik, deren Sänger sich anhört wie eine Kreissäge und deren Gitarrensound schon bei mittlerer Lautstärke in den Ohren wehtut. Deshalb würde ich das Album auch nur bedingt für die Allgemeinheit empfehlen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es jedem gefällt. Allerdings verpasst jeder, der das Album nicht kennt die Chance eine wirklich großartige Band auf ihrem musikalischen Höhepunkt kennenzulernen. Hail Arioch, Lord of Chaos!
1. Atom smasher
Der Song klingt wie er heißt!
2. Black machine
Durch ein cooles Riff und darauffolgendes Solo eingeleiteter Doomsong
3. Master of the pit
DAS Highlight des Albums! Ein epischer Song der Überklasse! Hier stimmt wirklich alles: Von den genialen Solos, über die absolut düstere Atmosphäre bis hin zu den perfekt auf die Musik abgestimmten Texten! „As the hellrains pound the darkening land, man and sword begin their last stand“
4. King of the dead
Das nächste überlange Epicstück! Sperrig, nach mehreren Durchläufen aber genial!
5. Death of the sun
Schnellerer Song, den manche aus Brian Slagel`s Metal Massacre #1 Sampler kennen dürften, wo sie zusammen mit dem ersten veröffentlichten Metallica Lied „Hit the lights“ drauf waren
6. Finger of scorn
Die Ballade des Albums, welche in wunderschönen Melodien vom Ende der Menschheit erzählt
7. Toccata in Dm
„Coversong“ von J.S. Bach (Nein, NICHT der von Skid Row!!!) in dem Jerry Fogle zeigt, was er auf der Gitarre kann. Bemerkenswert!
8. Cirith Ungol
8-minütiger, krönender Abschluss des Albums
9. Last laugh (live)
Bonussong des CD Re-releases
Download:
http://www.cirith-ungol.dragonight.de/ (Offizielle Seite)
http://fanclub.ms/cirithungol (Fanseite)
Review written by exumer
EDIT:
Benotung: 10/10
Cirith Ungol waren schon immer eine Band die die Metalwelt sehr stark polarisiert haben, da es eigentlich schon immer mehr Leute gab, die die Band hassten, wie Fans der Band. Aber fragt man diejenigen, denen die Musik gefällt, so wird man feststellen, dass Cirith Ungol dann fast immer als eine der ihnen liebsten Bands genannt werden. Grund dürfte vor allem deren meiner Meinung nach bestes Werk namens „King of the dead“ sein. Ursprünglich erschienen ist das Album 1984 bei Enigma Records und wurde kurze Zeit später von Metal Blade Records auch für Europa lizensiert. Optisch wird das Album von einem genialen Cover des Fantasymalers Michael Whelan geziert, in dem eine Szene aus Michael Moorcocks Elric-Saga gezeigt wird und auch die Texte der vier drehen sich sehr oft um die eine oder andere Passage aus der Geschichte von Elric Frauentöter. Jedem Fan von guter, aber sehr düsterer Fantasy kann ich diese Bücher nur empfehlen, aber das nur nebenbei. Widmen wir uns endlich dem wichtigsten, der Musik und fangen bei dem Teil an, der die meisten Leute schon beim ersten Hören eher abstößt: dem Gesang! Tim Baker als richtigen Sänger zu bezeichnen wäre glaube ich etwas vermessen, da er viel eher schreit als singt und selbst das auf eine Anfangs eher sehr merkwürdige Art und Weise. Vergleichen könnte man das Resultat noch am ehesten mit Brian Johnson von AC/DC, aber auch dieser Vergleich hinkt irgendwie. Nichtsdestotrotz passt der Gesang wie die Faust aufs Auge zur Musik und ich könnte mir beim besten Willen keinen klaren Gesang mehr zu Cirith Ungol vorstellen. Die eigentliche Musik zu beschreiben ist auch wieder ne harte Nuss, da auch hier Vergleiche mit anderen Bands praktisch wegfallen. Der in den Soloparts sehr höhenlastige Gitarrensound wird hauptsächlich durch die vor allem auf diesem Album sehr doomig anmutende Gitarrenarbeit von Jerry Fogle bestimmt und zusammen mit dem soliden Basspiel von Flint, dem groovigen Drumsound von Robert Graven und den perfekt auf die Musik abgestimmten Texten ergibt sich ein musikalisches Gesamtbild das sich an Dunkelheit nicht überbieten lässt. Egal ob man nun Cirith Ungol scheiße findet oder genial, so muss man ihnen doch zugute halten, dass sie sich wirklich nie um die kommerzielle Verwertbarkeit ihrer Kunst geschert haben. Dies wird auch der Grund sein, weshalb sie nie so groß waren, wie sie anhand ihrer Qualität hätten sein können. Nicht jedem gefällt Musik, deren Sänger sich anhört wie eine Kreissäge und deren Gitarrensound schon bei mittlerer Lautstärke in den Ohren wehtut. Deshalb würde ich das Album auch nur bedingt für die Allgemeinheit empfehlen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass es jedem gefällt. Allerdings verpasst jeder, der das Album nicht kennt die Chance eine wirklich großartige Band auf ihrem musikalischen Höhepunkt kennenzulernen. Hail Arioch, Lord of Chaos!
1. Atom smasher
Der Song klingt wie er heißt!
2. Black machine
Durch ein cooles Riff und darauffolgendes Solo eingeleiteter Doomsong
3. Master of the pit
DAS Highlight des Albums! Ein epischer Song der Überklasse! Hier stimmt wirklich alles: Von den genialen Solos, über die absolut düstere Atmosphäre bis hin zu den perfekt auf die Musik abgestimmten Texten! „As the hellrains pound the darkening land, man and sword begin their last stand“
4. King of the dead
Das nächste überlange Epicstück! Sperrig, nach mehreren Durchläufen aber genial!
5. Death of the sun
Schnellerer Song, den manche aus Brian Slagel`s Metal Massacre #1 Sampler kennen dürften, wo sie zusammen mit dem ersten veröffentlichten Metallica Lied „Hit the lights“ drauf waren
6. Finger of scorn
Die Ballade des Albums, welche in wunderschönen Melodien vom Ende der Menschheit erzählt
7. Toccata in Dm
„Coversong“ von J.S. Bach (Nein, NICHT der von Skid Row!!!) in dem Jerry Fogle zeigt, was er auf der Gitarre kann. Bemerkenswert!
8. Cirith Ungol
8-minütiger, krönender Abschluss des Albums
9. Last laugh (live)
Bonussong des CD Re-releases
Download:
http://www.cirith-ungol.dragonight.de/ (Offizielle Seite)
http://fanclub.ms/cirithungol (Fanseite)
Review written by exumer
EDIT:
Benotung: 10/10