exumer
05.01.2005, 14:03
http://www.uni-mainz.de/~malm/Pictures/mastershammercover.jpg
Wenn man heutzutage von Black Metal spricht kommen den meisten auf Anhieb Bands wie Dimmu Borgir oder Cradle of Filth ins Gedächtnis, dabei haben diese Bands meiner Meinung nach schon lange nichts mehr mit Black Metal gemein. Auch ist es eine leider weit verbreitete Annahme, das es richtigen Black Metal erst seit 1990 gibt und dass diese Musik in Norwegen „erfunden“ wurde. Natürlich alles Quatsch, wie man merken wird, wenn man sich nur ein bißchen für die Geschichte dieser Musik interessiert! Aber worauf will ich hinaus? Ich möchte hier ein Album einer tschechischen (!) Band vorstellen, die in ihrer Originalität und Leidenschaft wohl einzigartig waren und leider trotz einer Wiederveröffentlichung des Albums 1994 durch Osmose Records nie die Popularität erreichten, die sie als wahre Wegbereiter dieser Szene verdient hätten. Nach drei erfolgreichen Demos machte sich die Band um Sänger und Gitarrist Franta Storm auf ins Studio und legte mit ihrem Erstling „Ritual“ einen absoluten Meilenstein des Black Metal hin, den man getrost neben Alben wie „A blaze in the northern sky“ oder „In the nightside eclipse“ einordnen kann. Im Gegensatz zu den skandinavischen Kollegen ist das Album jedoch besser produziert und die Songs wirken insgesamt besser strukturiert und durchdachter. Ab und zu rasend schnell, dann wieder hymnisch mit Tympanon und dezentem Keyboard, ergibt sich eine mitreißende Atmosphäre, die einen zum bangen praktisch zwingt! Hervorzuheben ist vor allem der Gesang von Franta Storm, der wirklich unerreicht ist. Hat man seine unheimlich heisere Stimme einmal gehört, dann vergisst man sie so schnell nicht mehr. Zusammen mit den kehligen tschechischen Lyrics (DIE Sprache für Black Metal schlechthin!) klingt die Musik einfach nur abrundtief böse und aggressiv, wie es sich für ein Black Metal Album auch gehört. Um diesen Eindruck der Bösartigkeit zu bewahren, sollte man allerdings unter gar keinen Umständen ein Foto der Band anschauen. Wer Bilder von Master`s Hammer gesehen hat wird wissen weshalb (Das hier verwendete Bild geht ja noch in Ordnung). Unterm Strich bleibt ein Album, dessen Qualität im Black Metal Bereich meiner Meinung nach nahezu unerreicht ist und welche selbst die Band auch nie mehr erreichen sollten. Für Leute, die sich für Black Metaller halten absolut essentiell!
1. Intro (King of the bohemian forest)
Düsteres Intro, welches direkt in den ersten Song übergeht
2. Pád modly
Hymnischer Opener mit starken Riffs, der ab und an in Double Bass Attacken übergeht
3. Kazdý z nás...!
Das erste schnellere Lied der Platte mit ruhigeren Teilen zum Luft holen
4. Ritual (Instrumental)
Gutes Instrumental
5. Geniové
Wieder ein eher epischer Song, der sich im Midtempo bewegt
6. Cerná svatozár
Guter, schneller Song mit einigen ruhigen Passagen
7. Vècný návrat
Geniales Riff und verdammt treibender Chorus!
8. Jáma pekel
Der Klassiker und Schädelspalter des Albums! Aggression pur!
9. Zapálili jsme Onen svèt
Mein Lieblingslied! Schnell, heavy und mit Götterriffs ausgestattet! Wer da nicht bangt, der kann kein Metal hören!
10. Vykoupeni
Guter, aber eher unauffälliger Song
11. Ùtok
Epischer Abschluss eines großen Albums!
Download:
http://sweb.cz/masters.hammer/ (Fanseite)
Review written by exumer
EDIT:
Benotung: 10/10
Wenn man heutzutage von Black Metal spricht kommen den meisten auf Anhieb Bands wie Dimmu Borgir oder Cradle of Filth ins Gedächtnis, dabei haben diese Bands meiner Meinung nach schon lange nichts mehr mit Black Metal gemein. Auch ist es eine leider weit verbreitete Annahme, das es richtigen Black Metal erst seit 1990 gibt und dass diese Musik in Norwegen „erfunden“ wurde. Natürlich alles Quatsch, wie man merken wird, wenn man sich nur ein bißchen für die Geschichte dieser Musik interessiert! Aber worauf will ich hinaus? Ich möchte hier ein Album einer tschechischen (!) Band vorstellen, die in ihrer Originalität und Leidenschaft wohl einzigartig waren und leider trotz einer Wiederveröffentlichung des Albums 1994 durch Osmose Records nie die Popularität erreichten, die sie als wahre Wegbereiter dieser Szene verdient hätten. Nach drei erfolgreichen Demos machte sich die Band um Sänger und Gitarrist Franta Storm auf ins Studio und legte mit ihrem Erstling „Ritual“ einen absoluten Meilenstein des Black Metal hin, den man getrost neben Alben wie „A blaze in the northern sky“ oder „In the nightside eclipse“ einordnen kann. Im Gegensatz zu den skandinavischen Kollegen ist das Album jedoch besser produziert und die Songs wirken insgesamt besser strukturiert und durchdachter. Ab und zu rasend schnell, dann wieder hymnisch mit Tympanon und dezentem Keyboard, ergibt sich eine mitreißende Atmosphäre, die einen zum bangen praktisch zwingt! Hervorzuheben ist vor allem der Gesang von Franta Storm, der wirklich unerreicht ist. Hat man seine unheimlich heisere Stimme einmal gehört, dann vergisst man sie so schnell nicht mehr. Zusammen mit den kehligen tschechischen Lyrics (DIE Sprache für Black Metal schlechthin!) klingt die Musik einfach nur abrundtief böse und aggressiv, wie es sich für ein Black Metal Album auch gehört. Um diesen Eindruck der Bösartigkeit zu bewahren, sollte man allerdings unter gar keinen Umständen ein Foto der Band anschauen. Wer Bilder von Master`s Hammer gesehen hat wird wissen weshalb (Das hier verwendete Bild geht ja noch in Ordnung). Unterm Strich bleibt ein Album, dessen Qualität im Black Metal Bereich meiner Meinung nach nahezu unerreicht ist und welche selbst die Band auch nie mehr erreichen sollten. Für Leute, die sich für Black Metaller halten absolut essentiell!
1. Intro (King of the bohemian forest)
Düsteres Intro, welches direkt in den ersten Song übergeht
2. Pád modly
Hymnischer Opener mit starken Riffs, der ab und an in Double Bass Attacken übergeht
3. Kazdý z nás...!
Das erste schnellere Lied der Platte mit ruhigeren Teilen zum Luft holen
4. Ritual (Instrumental)
Gutes Instrumental
5. Geniové
Wieder ein eher epischer Song, der sich im Midtempo bewegt
6. Cerná svatozár
Guter, schneller Song mit einigen ruhigen Passagen
7. Vècný návrat
Geniales Riff und verdammt treibender Chorus!
8. Jáma pekel
Der Klassiker und Schädelspalter des Albums! Aggression pur!
9. Zapálili jsme Onen svèt
Mein Lieblingslied! Schnell, heavy und mit Götterriffs ausgestattet! Wer da nicht bangt, der kann kein Metal hören!
10. Vykoupeni
Guter, aber eher unauffälliger Song
11. Ùtok
Epischer Abschluss eines großen Albums!
Download:
http://sweb.cz/masters.hammer/ (Fanseite)
Review written by exumer
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Benotung: 10/10