exumer
05.01.2005, 14:07
http://www.uni-mainz.de/~malm/Pictures/mystifierwiccacover.jpg
Es ist mir absolut schleierhaft, weshalb dieses Album von so wenigen heutigen Black und Death Metal Bands als Referenz genannt wird. Bereits 1990 erschienen, als die meisten Norweger noch versucht haben ihre Gitarren zu stimmen, gehört es doch immerhin zu einem der ersten Alben der zweiten Black Metal Welle und kann ohne weiteres in einem Atemzug mit Bands wie Blasphemy und Beherit genannt werden. Trotz ähnlicher musikalischer Primitivität unterscheiden sich Mystifier jedoch zumindest in einem Punkt von den genannten Bands: Ihre Songstrukturen und Ideen wirken origineller und ausgereifter. Herrscht bei Blasphemy`s im selben Jahr erschienenen „Fallen angel of doom“ noch die pure brutale Gewalt, so verbinden Mystifier auf ihrem Album geschickt primitive Raserei mit doomigen und teils atmosphärischem, mit Orgel unterlegtem Sound. Auch ist es keinesfalls zu leugnen, dass Mystifiers Landsmänner von Sarcofago großen Einfluss auf ihr frühes Songwriting hatten. Allerdings gehen die vier schwarzen Brasilianer sowohl in musikalischer als auch in ideeler Hinsicht ein Stückchen weiter, was sich unter anderem in der Verbannung sämtlicher thrashigen Sounds äußert. Der Gesang wird bei den meisten auf etwas Verwirrung stoßen, da man sich bei einem puren Black Metal Album eigentlich nordischen Keifgesang vorstellt, und nicht mit nahezu unmenschlichen Gebrüll und Gegrunze rechnet. Alles in allem ist diese Scheibe wie die Vertonung einer blutigen Schneide: Brutal, primitiv und doch von einer morbiden Ästhetik, der man sich schwer entziehen kann. „My satanic ritual is done!“
1. The witch Voisin recites our gloat (Intro)
Gesprochenes Intro, welches die nahtlos folgenden okkulten Rituale einleitet
2. Osculum Obscenum
Teils doomig, teils rasendes Gebolze, ist dies der Song, der das komplette Album am ehesten beschreibt
3. Tormentum Aeternu
Geniale Speedattacke mit doomigem Mittelteil
4. Cursed excruciation
Langsamster Song des Albums, der einen praktisch überrollt
5. Defloration (The Antichrist lives)
Schnelles Hyperspeedgebolze
6. (Invocacione) The almighty Satanas
Nach einer Beschwörung geht der Song voll nach vorne los, wird allerdings von einem mächtigen mit Kirchenglocken begleitenden Mittelteil gespalten
7. The dark kingdom (T.E.A.R.)
Nach einem längeren Intro folgt der kompromißloseste Song des Albums mit wahrhaft unmenschlichen Vocals! „The evil ascension returns!“
8. An elizabethan devil-worshipper`s prayer-book
Eins der bekannteren Lieder des Albums, da es auf deren Zweiter Scheibe „Goetia“ wiederverwendet wurde. Klasse Song!
9. Hyoscyamus Niger
Und wieder herrscht die Axt!
10. Mystifier (Satan`s messengers)
Die Hymne am Schluss der Band vollendet diese gute Scheibe.
11. Our gloat (Outro)
Die Platte endet wie sie begann...
Download:
http://www.mystifier.com.br/ (Offizielle Seite)
Review written by exumer
EDIT:
Benotung: 9,5/10
Es ist mir absolut schleierhaft, weshalb dieses Album von so wenigen heutigen Black und Death Metal Bands als Referenz genannt wird. Bereits 1990 erschienen, als die meisten Norweger noch versucht haben ihre Gitarren zu stimmen, gehört es doch immerhin zu einem der ersten Alben der zweiten Black Metal Welle und kann ohne weiteres in einem Atemzug mit Bands wie Blasphemy und Beherit genannt werden. Trotz ähnlicher musikalischer Primitivität unterscheiden sich Mystifier jedoch zumindest in einem Punkt von den genannten Bands: Ihre Songstrukturen und Ideen wirken origineller und ausgereifter. Herrscht bei Blasphemy`s im selben Jahr erschienenen „Fallen angel of doom“ noch die pure brutale Gewalt, so verbinden Mystifier auf ihrem Album geschickt primitive Raserei mit doomigen und teils atmosphärischem, mit Orgel unterlegtem Sound. Auch ist es keinesfalls zu leugnen, dass Mystifiers Landsmänner von Sarcofago großen Einfluss auf ihr frühes Songwriting hatten. Allerdings gehen die vier schwarzen Brasilianer sowohl in musikalischer als auch in ideeler Hinsicht ein Stückchen weiter, was sich unter anderem in der Verbannung sämtlicher thrashigen Sounds äußert. Der Gesang wird bei den meisten auf etwas Verwirrung stoßen, da man sich bei einem puren Black Metal Album eigentlich nordischen Keifgesang vorstellt, und nicht mit nahezu unmenschlichen Gebrüll und Gegrunze rechnet. Alles in allem ist diese Scheibe wie die Vertonung einer blutigen Schneide: Brutal, primitiv und doch von einer morbiden Ästhetik, der man sich schwer entziehen kann. „My satanic ritual is done!“
1. The witch Voisin recites our gloat (Intro)
Gesprochenes Intro, welches die nahtlos folgenden okkulten Rituale einleitet
2. Osculum Obscenum
Teils doomig, teils rasendes Gebolze, ist dies der Song, der das komplette Album am ehesten beschreibt
3. Tormentum Aeternu
Geniale Speedattacke mit doomigem Mittelteil
4. Cursed excruciation
Langsamster Song des Albums, der einen praktisch überrollt
5. Defloration (The Antichrist lives)
Schnelles Hyperspeedgebolze
6. (Invocacione) The almighty Satanas
Nach einer Beschwörung geht der Song voll nach vorne los, wird allerdings von einem mächtigen mit Kirchenglocken begleitenden Mittelteil gespalten
7. The dark kingdom (T.E.A.R.)
Nach einem längeren Intro folgt der kompromißloseste Song des Albums mit wahrhaft unmenschlichen Vocals! „The evil ascension returns!“
8. An elizabethan devil-worshipper`s prayer-book
Eins der bekannteren Lieder des Albums, da es auf deren Zweiter Scheibe „Goetia“ wiederverwendet wurde. Klasse Song!
9. Hyoscyamus Niger
Und wieder herrscht die Axt!
10. Mystifier (Satan`s messengers)
Die Hymne am Schluss der Band vollendet diese gute Scheibe.
11. Our gloat (Outro)
Die Platte endet wie sie begann...
Download:
http://www.mystifier.com.br/ (Offizielle Seite)
Review written by exumer
EDIT:
Benotung: 9,5/10