Skollvaldr
18.11.2005, 13:51
http://img286.imageshack.us/img286/8026/frostnacht7yv.jpg
Label: Lupus Lounge
VÖ: 2005
Genre: Black Metal
Homepage: www.helrunar.com
Besetzung: Skald Draugir - vocals
Dionysos - guitars
Alsvartr - drums
Tracklist:
1. Birke im Moor 01:32
2. Frostnacht 06:30
3. Unten und im Norden 06:26
4. ...Bis die Seele gefriert 06:12
5. Nachtfrost 02:33
6. Der Trank des Gehängten 05:46
7. Neun Nächte 03:49
8. Älter als das Kreuz 06:51
9. Dreifach Dorn 03:02
10. Minis Brunnr (Gratr Önnor) 08:27
Gesamtspielzeit: 52:08
HELRUNAR aus Münster haben sich in der Szene schon einen großen Namen erspielt, was nicht zuletzt an der Demo „Gratr“ und dem Split mit Nachtmahr liegt, die eingeschlagen sind wie eine Bombe. „Gratr“ ist ausverkauft und die Split ist mir auch schon lange nicht mehr unter die Finger gekommen.
Mit hohen Erwartungen erfüllt, trudelte „Frostnacht“ bei mir ein. Mit noch ein paar anderen Reviews vor der Nase schweifte mein Blick immer wieder über diese Scheibe und dann war es soweit. CD-Player an, Scheibe rein, abspielen und zurücklehnen. Selten hab ich Scheiben so genossen! Dies ermöglichte unter anderem die pure Informationswut von Lupus Lounge – Coverbild und Tracklist sind das einzige, dass ich als Info über die Band bekam und somit konnte ich mich vollends auf die Musik konzentrieren.
Mit „Frostnacht“ ist HELRUNAR ein Scheibchen gelungen das wahrlich für Furore sorgen wird! Während „Gratr“ noch durch den typischen Demo Sound faszinierte, kommt „Frostnacht“ in einem sehr professionellen Gewand daher, wie es selten in diesen Bereichen ist! Dennoch wirkt die Scheibe weder zu kalt noch zu weich. Eine gelungene Mischung!
Musikalisch haben sich HELRUNAR bekanntlich dem geliebten Schwarz Metall verschrieben. Die Songs präsentieren sich in einem Stil wie er an frühe Bergthron bis zur Jagdheim erinnert, ohne jedoch, wie oben schon erwähnt, den räudigen Sound aufzuweisen, wie er jener Kapelle zu eigen ist. Textlich orientiert man sich ich Richtung Pagan, ohne dabei, was sehr freudig ist, in Klischees oder romantische Sentimentalitäten zu verfallen. Jederzeit über lyrische Tiefschläge erhaben, verbreiten die Texte eine angenehme Atmosphäre, da sich hier einmal richtig Gedanken gemacht wurden und man die Identifikation mit diesen Ergüssen fast schon greifen kann.
Sehr abwechslungsreich hingegen ist die musikalische Umsetzung der CD erfolgt. Während „Frostnacht“ trotz der vielen Tempowechsel und durchaus auch langsameren Passagen, eher schnell erscheint, gibt es auch wahrlich ruhige Zeiten auf der Platte zu melden. Allen voran das markerschütternde „…bis die Seele gefriert“ oder das fast schon anklagende „Älter als das Kreuz“. Sicherlich als Anspieltipp ist hasserfüllte „Dreifach Dorn“ zu nennen, dass sämtliche Vorzüge HELRUNARS in sich vereint. Zwischen Killer-Riffs und heftigen Blast-Attacken von Alsvartr krächzt und keift sich Skald Draugir durch das gute Stück, dass einem Hören und Sehen vergeht. Dezente Melodiebögen, von der verzerrten Gitarre getragen, runden das Erscheinungsbild schon fast in das Perfekte ab, doch gelingt HELRUNAR auch diese Gratwanderung. Nicht zu verspielt, im Kern Black Metal, aber auch kein 0815-Geballer der Blastkapellen, die momentan wieder durchs Lande ziehen! Es steckt einfach alles drin, um den Hörer glücklich zu machen! Und so kann man es fast uneingeschränkt auf die ganze Platte beziehen. Abwechslung, Melodie und die typischen Elemente schaffen ein geniales Kunstwerk, voll Eigenständigkeit und Ideenreichtum.
Jener Hörer wird auch immer wieder aus seinen Traumwelten geholt, da die CD oft von akustischen Parts unterbrochen wird, die gesprochene Passagen enthalten. Diese wirken allerdings nicht als Störung, wie es vielen Bands leider geschehen ist, sondern spinnen den Faden des Albums konsequent weiter und bilden so einen homogenen Gesamteindruck.
HELRUNAR ist es mit „Frostnacht“ gelungen ein Album zu schaffen, dass vieles in diesem Bereich seit langer Zeit in den Schatten stellt. Doch tut mir bitte den Gefallen und nehmt euch Zeit für dieses Werk. Wer es zwischen Tür und Angel oder während des Autofahrens hört, wird der Scheibe nicht gerecht werden. Das hier braucht Ruhe, Zeit und vor allem Stimmung!
9/10 Punkten
Skollvaldr für metallized.de
Label: Lupus Lounge
VÖ: 2005
Genre: Black Metal
Homepage: www.helrunar.com
Besetzung: Skald Draugir - vocals
Dionysos - guitars
Alsvartr - drums
Tracklist:
1. Birke im Moor 01:32
2. Frostnacht 06:30
3. Unten und im Norden 06:26
4. ...Bis die Seele gefriert 06:12
5. Nachtfrost 02:33
6. Der Trank des Gehängten 05:46
7. Neun Nächte 03:49
8. Älter als das Kreuz 06:51
9. Dreifach Dorn 03:02
10. Minis Brunnr (Gratr Önnor) 08:27
Gesamtspielzeit: 52:08
HELRUNAR aus Münster haben sich in der Szene schon einen großen Namen erspielt, was nicht zuletzt an der Demo „Gratr“ und dem Split mit Nachtmahr liegt, die eingeschlagen sind wie eine Bombe. „Gratr“ ist ausverkauft und die Split ist mir auch schon lange nicht mehr unter die Finger gekommen.
Mit hohen Erwartungen erfüllt, trudelte „Frostnacht“ bei mir ein. Mit noch ein paar anderen Reviews vor der Nase schweifte mein Blick immer wieder über diese Scheibe und dann war es soweit. CD-Player an, Scheibe rein, abspielen und zurücklehnen. Selten hab ich Scheiben so genossen! Dies ermöglichte unter anderem die pure Informationswut von Lupus Lounge – Coverbild und Tracklist sind das einzige, dass ich als Info über die Band bekam und somit konnte ich mich vollends auf die Musik konzentrieren.
Mit „Frostnacht“ ist HELRUNAR ein Scheibchen gelungen das wahrlich für Furore sorgen wird! Während „Gratr“ noch durch den typischen Demo Sound faszinierte, kommt „Frostnacht“ in einem sehr professionellen Gewand daher, wie es selten in diesen Bereichen ist! Dennoch wirkt die Scheibe weder zu kalt noch zu weich. Eine gelungene Mischung!
Musikalisch haben sich HELRUNAR bekanntlich dem geliebten Schwarz Metall verschrieben. Die Songs präsentieren sich in einem Stil wie er an frühe Bergthron bis zur Jagdheim erinnert, ohne jedoch, wie oben schon erwähnt, den räudigen Sound aufzuweisen, wie er jener Kapelle zu eigen ist. Textlich orientiert man sich ich Richtung Pagan, ohne dabei, was sehr freudig ist, in Klischees oder romantische Sentimentalitäten zu verfallen. Jederzeit über lyrische Tiefschläge erhaben, verbreiten die Texte eine angenehme Atmosphäre, da sich hier einmal richtig Gedanken gemacht wurden und man die Identifikation mit diesen Ergüssen fast schon greifen kann.
Sehr abwechslungsreich hingegen ist die musikalische Umsetzung der CD erfolgt. Während „Frostnacht“ trotz der vielen Tempowechsel und durchaus auch langsameren Passagen, eher schnell erscheint, gibt es auch wahrlich ruhige Zeiten auf der Platte zu melden. Allen voran das markerschütternde „…bis die Seele gefriert“ oder das fast schon anklagende „Älter als das Kreuz“. Sicherlich als Anspieltipp ist hasserfüllte „Dreifach Dorn“ zu nennen, dass sämtliche Vorzüge HELRUNARS in sich vereint. Zwischen Killer-Riffs und heftigen Blast-Attacken von Alsvartr krächzt und keift sich Skald Draugir durch das gute Stück, dass einem Hören und Sehen vergeht. Dezente Melodiebögen, von der verzerrten Gitarre getragen, runden das Erscheinungsbild schon fast in das Perfekte ab, doch gelingt HELRUNAR auch diese Gratwanderung. Nicht zu verspielt, im Kern Black Metal, aber auch kein 0815-Geballer der Blastkapellen, die momentan wieder durchs Lande ziehen! Es steckt einfach alles drin, um den Hörer glücklich zu machen! Und so kann man es fast uneingeschränkt auf die ganze Platte beziehen. Abwechslung, Melodie und die typischen Elemente schaffen ein geniales Kunstwerk, voll Eigenständigkeit und Ideenreichtum.
Jener Hörer wird auch immer wieder aus seinen Traumwelten geholt, da die CD oft von akustischen Parts unterbrochen wird, die gesprochene Passagen enthalten. Diese wirken allerdings nicht als Störung, wie es vielen Bands leider geschehen ist, sondern spinnen den Faden des Albums konsequent weiter und bilden so einen homogenen Gesamteindruck.
HELRUNAR ist es mit „Frostnacht“ gelungen ein Album zu schaffen, dass vieles in diesem Bereich seit langer Zeit in den Schatten stellt. Doch tut mir bitte den Gefallen und nehmt euch Zeit für dieses Werk. Wer es zwischen Tür und Angel oder während des Autofahrens hört, wird der Scheibe nicht gerecht werden. Das hier braucht Ruhe, Zeit und vor allem Stimmung!
9/10 Punkten
Skollvaldr für metallized.de