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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seven Witches - Amped (Heavy Metal)


ILO
20.11.2005, 12:48
Seven Witches - Amped

http://img177.imageshack.us/img177/2719/ampedsmall2to.jpg (http://imageshack.us)

Label: Regain Records
VÖ: 28.11.05
Genre: Heavy Metal
Homepage: www.sevenwitches.net

Line – Up
Alan Tecchio – Vocals
Jack Frost – Guitars
Kevin Bolembach – Bass
Jeff Curenton – Drums

Tracklist:
1. West Nile
2. Sunnydale High
3. Dishonor Killings
4. GP Fix
5. BE
6. Fame Gets You Off
7. Flesh For Fantasy
8. Red
9. Widows And Orphans

Spielzeit: 40:32min


In 6 Jahren 6 Alben, das nenn ich mal Produktivität. Trotz eines Wechsels am Mikro hat sich die Band also nicht lumpen lassen und veröffentlicht nun „Amped“. Dabei spielen die Jungs diesmal feinsten Heavy Metal, vergleichbar mit Bands der alten Schule, wie zum Beispiel den Australiern Pegazus.
Es bieten sich dem Hörer klassische Gitarrenriffs, welche zwar nicht besonders innovativ sind, aber trotzdem einen guten Eindruck hinterlassen. Die Gesangsleistung von Alan Tecchio ist dabei auch nicht zu unterschätzen und auch das Spiel des Schlagzeugers reiht sich problemlos in die Merkmale des typischen Heavy Metals ein.
Thematisch ist das Album nicht als typisches „Gute Laune Album“ zu sehen, aber das wird ja auch schon durch das sehr gut gestaltete Cover angedeutet. Textlich wird es aber auch sehr schnell deutlich, da schon der Opener „West Nile“ von einem Virus handelt, der von Terroristen in der Welt verbreitet wird. Größtenteils im Mid-Tempo gehalten und mit einigen schnelleren Passagen ausgestattet wird auch schon angedeutet wo dieses Album tempomäßig einzuordnen ist.
Der zweite Song ließ mich dann irgendwie unwillkürlich an „Buffy, die Vampirjägerin“ denken, denn der Song ist nach der Schule aus der Serie benannt, „Sunnydale High“ und setzt sich auch textlich mit der Serie auseinander. Wieder im Mid-Tempo angesiedelt klingt der Song um einiges heavier und düsterer als sein Vorgänger und hier wurden mir auch erstmals die deutlichen Parallelen zu Pegazus klar.
„Dishonor Killings“ ist als nächstes an der Reihe und verspricht dem Hörer noch mehr Dichte und Groove als die vorangegangen Songs. Atmosphärisch tut der Gesang hier noch sein übriges dazu. Einer der Anspieltipps auf der CD ist damit schon gegeben.
„GP Fix“ wird dann eingeleitet durch den satten Sound fetter Motoren und geht, wie der Titel schon verrät, etwas fixer zu Werke. Und wie dem Titel zu entnehmen ist, geht es hier hauptsächlich um Motoren.
Mit „BE“ ist auf dem Album natürlich die obligatorische Ballade vorhanden. Sie ist im Gegensatz zu den anderen Songs sehr viel melodischer gehalten, was stellenweise dafür sorgt, das der Gesang etwas unpassend wirkt. Wenn man sich den Song dann ein zweites mal anhört, fällt auf, das er im Grunde einfach passend ist, man muss nur hinhören.
„Fame Gets You Off“ macht dann richtig Spaß, da der Song einfach nur fett klingt und man Lust bekommt sein Genick in Bewegung zu versetzen. Aus meiner Sicht der zweite Anspieltipp.
Ein wirklich gut gelungenes Cover des Billy Idol Klassikers „Flesh For Fantasy“ folgt und hinterlässt eindeutig Spuren in den Gehörgängen. Der Song profitiert aus meiner Sicht durch die Gestaltung von Seven Witches und gefällt mir persönlich fast noch besser als das Original.
Kurz vor Schluss kommt mit „Red“ dann der schwächste Song auf der Scheibe. Irgendwie wirkt es als fehlte es der Band bei diesem Song an Ideen und man versuchte nur die Dauer der CD etwas zu verlängern.
„Widows And Orphans“ versöhnt den Hörer dann aber wieder mit der CD, da der Song sich von den restlichen stark abhebt, zum Beispiel durch den Einsatz von Klavierparts, ein etwas höheres Tempo und viel mehr Melodie als bei den anderen Songs.
Für mich war das Album echt eine Bereicherung, da ich mal wieder gelernt habe, man soll nie dem ersten Eindruck trauen, denn wenn man das Review liest mag es scheinen, als wäre ich von Beginn an mit dem Album so zufrieden gewesen. In Wahrheit hab ich beim ersten Versuch die Scheibe zu hören nach knapp 2 Minuten wieder abgeschaltet, da ich dachte ich komm mit der CD nicht klar.
Beim zweiten Versuch nahm ich mir dann die Zeit noch mal ganz genau hin zu horchen und was soll ich sagen, die Scheibe gefiel.
Und jetzt, nachdem die Scheibe zum dritten mal im Player kreiste, hab ich wirklich gefallen an der CD gefunden. Mein Urteil ist daher anders als ich zum Anfang selbst erwartet hätte...


7,5/10 Punkten



Redakteur: ILO