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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sun Descends - Incinerating the meek [Thrash Metal]


exumer
21.02.2006, 18:51
http://img46.imageshack.us/img46/8383/sundescendscover8il.jpg (http://imageshack.us)

Label: Twilight Records
VÖ-Jahr: 2006
Genre: Thrash Metal
Homepage: http://www.sundescends.com/
Besetzung:
Vocals : Mem Von Stein
Guitars : Sam Awry
Bass : Jillian Ann La Boy
Drums : Chris Torre


Tracklist:
1. Angry male gods
2. Presence
3. Menacing devils (CD Track 4!)
4. Day rat (CD Track 3!)
5. Intercepting daggers
6. Fallen saint (Exumer Cover)
7. Broken seals
8. The circle rises
9. Third column (Final revision)
10. Incinerate them


Spielzeit: 35:27


So, da ist es: Das erste offizielle Album von Sun Descends, der Band um den Exil-Deutschen Mem vom Stein. Der Name sollte eigentlich vielen schon ein Begriff sein, hat besagter doch auf dem Debut der Frankfurter Thrasher Exumer namens „Possessed by fire“ seinen stimmlich markanten Stempel aufgedrückt. Gerade dieses Album kann mit Fug und Recht als ein Klassiker des deutschen Thrash eingestuft werden und in einem Atemzug mit Bands wie Sodom, Kreator oder Destruction genannt werden. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass das vorliegende Album sich mit diesem Klassiker messen lassen muss.
Eins vorneweg, dies gelingt dem Album leider nicht. Allerdings liegt es auch nicht weit darunter, bietet das Album doch wunderbar thrashenden Metal alter Schule mit richtig guten Riffs und auch der ein oder anderen recht gut geführten Melodielinie. Die vier NewYorker legen sich dabei richtig ins Zeug und man merkt auch Mem deutlich an, dass er wieder Spaß am Thrash Metal hat. Es ist vor allem sein Gesang, der das Album von sehr gutem Standard in höhere Gefilde hebt. Der alte Kampfsportler schafft es immer noch genauso aggressiv zu klingen wie vor 20 Jahren und die Musik seiner Mitstreiter bietet ihm die beste Plattform dafür. Gitarrist Sam Awry liefert hier wirklich ein Rifffeuerwerk ab das seinesgleichen sucht. Kompetent unterstützt wird er von Drummer Chris Torre und Bassistin Jillian Ann LaBoy, die ihre Sache auch alles andere als schlecht machen. Herausheben kann man auf jeden Fall den Opener „Angry male gods“, das teils sogar recht melodiöse „Menacing devils“ (welches auf der CD mit dem Track „Day rat“ vertauscht wurde) und das thrashige „The circle rises“.
Zu den neun Eigenkompositionen kommt noch ein Cover des alten Exumer Klassikers „Fallen Saint“, das in allem recht gut gelungen ist, aber auch zeigt, weshalb man an alte Glanztaten leider nicht ganz ranreicht. Irgendwie fehlt so der letzte Funken, ohne dieses wirklich gute Album schlecht machen zu wollen. Zusätzlich zu den zehn Tracks gibt es als Bonus einen exklusiven Videoclip des Liedes „Intercepting daggers“.
Alle Fans des alten Thrash Metal, die einigen wenigen moderneren Ideen aufgeschlossen und willens sind, ihren Kopf mächtig zu schütteln, kann ich dieses Album wärmstens ans Herz legen. Eigentlich sollte in dieses Album jeder wenigstens mal reingehört haben. Es erreicht zwar wirklich nicht die Klasse des ersten Exumer Albums, aber zugegebenermaßen war die Messlatte ja auch fast unfair hoch.




Bewertung: 7,5/10 Punkten


exumer für metallized.de