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ILO
28.02.2006, 16:54
Platitude – Silence Speaks

http://img361.imageshack.us/img361/9527/silencespeakscover0yn.jpg (http://imageshack.us)

Label: Metal Heaven
VÖ: 24.02.06
Genre: Melodic Metal
Homepage: www.platitude.net

Line – Up:
Erik “Ez” Blomkvist – Vocals
Gustav Köllerström – Guitars
Patrik Jansson – Bass
Andreas Brobjer – Drums
Kristofer von Wachenfeldt - Keyboards


Tracklist:
1. Tell The Truth
2. Silence Speaks
3. Nobody’s Hero
4. Empty Inside
5. Fear (It’s Over Now)
6. Don’t Be Afraid
7. Falling Down
8. After The Storm
9. Walk With Me
10. You

Spielzeit: 42:24min


Nachdem die gesamte skandinavische Konkurrenz in den letzten Monaten gehörig vorgelegt hat, ziehen nun auch die schwedischen Melodic Metaller „Platitude“ mit neuem Material nach.
Dem ersten Eindruck nach, kann die Band mit dem Großteil der auf dem Sektor vertretenen Bands locker mithalten.
Man bietet dem Hörer sehr melodischen Metal, mit einigen AOR-Einflüssen. Stilistisch erinnert man an einigen Stellen sogar an Größen wie Kamelot.
„Silence Speaks“ steht für guten, soliden Metal, der über die gesamte Länge des Albums gute Ansätze besitzt. Leider geht man viel zu selten weiter und versucht sich aus dem engen Soundkorsett zu lösen. Man erwartet bei manchen Songs regelrecht, dass sie jeden Moment noch einmal mehr an Fahrt aufnehmen und dann bleiben sie aber auf dem erreichten Niveau stehen.
Die Gitarren klingen dabei doch so viel versprechend und spielen stellenweise richtig gute Riffs, die nur darauf warten noch eine Stufe weiterentwickelt zu werden. Gleiches gilt für das Drumming, denn obwohl es nicht das Innovativste ist, ist es doch gut gelungen. Warum geht man also nicht noch einen Schritt weiter und baut schnellere Parts ein?
Gesangstechnisch kann man nicht mehr sagen, als dass die Stimme und der Gesang von „Ez“ in diesem Genre zu den Besseren zählen, da man nicht ständig versucht neue Höhenrekorde aufzustellen.
Der letzte musikalische Faktor ist der Keyboardeinsatz, der im Grunde genretypisch ist und hier wie gewohnt öfter mal den Ton angibt.
Einzelne Songs der Scheibe kann ich, nach einigen neuen Erfahrungen in diesem Genre, wirklich zu den Besseren der letzten Scheiben, die ich gehört habe, zählen.
Allen voran würde ich „Don’t Be Afraid“ nennen, denn dieser Song verbindet kraftvollen Power Metal gekonnt mit den Melodic Metal Ambitionen der Band und dank des höheren Tempos und den härteren Riffs habe ich, wahrscheinlich die berechtigte Hoffnung, dass die Band sich ihren Weg in die obere Liga ihres Genres bahnen wird. Ähnliches gilt auch für den Opener "Tell The Truth", denn dieser besitzt ebenfalls etwas mehr an Fahrt.
Auch „Empty Inside“ ist zu nennen, denn dieses Stück besitzt stellenweise wirklich sehr viel Kraft und könnte vermutlich sogar noch weiter gehen. Leider würde dies bedeuten das man an der symphonischen Ausrichtung hätte sparen müsste.
Fans der melodischeren Variante des Power Metals werden hier mit einiger Sicherheit auf ihre Kosten kommen, auch wenn man vieles vermutlich schon so oder so ähnlich gehört hat.
Ich persönlich werde in nächster Zeit versuchen ein Auge auf die Band zu haben.


Bewertung: 7/10 Punkte


Redakteur: ILO