misanthropic
22.07.2006, 15:20
Fuck The Commerce 2006
Und wiedermal ist es überlebt, das Fuck the Commerce ist vorbei und diesmal leider mit schweren schwarzen Wolken über der Zukunft dieses deutschen Festivalkleinods......doch fangen wir mal lieber am Anfang an.
Mittwoch
Mittwoch, die Sonne brennt nicht und die Frisur ist scheißegal. Nach der Fahrt in den Osten der Republik in Erwartung an ordentlicher Beschallung der Lauscher aus dem Wagen gefallen und die erste Dose Bier aufgerissen...........doch moment, was zur Hölle ist das denn da auf was ich grad gefallen bin? Na super, die Wiese auf der die Zelte aufgeschlagen werden können, wurde wohl kurz vorher gründlich gemäht. Was daran schlimm ist? Wenn Schafe diesen Job übernehmen, dann hat das leider zur Folge das Teile des Grases was vorher oben rein ging, unten wieder raus kommt. Will heißen, die ganze Wiese war übelst vollgeschissen......lecker! Aber wir sind ja keine Pussies und hier auf nem Death Metal und Grindcore-Festival. In diesem Jahr waren die Veranstalter auf Nummer sicher gegangen und hatten ein groooßes Zelt um die Bühne gebaut, so daß falls es regnen sollte dieser Umstand am Publikums-Allerwertesten vorbeigehen sollte.
Dann aber erstmal los um zu gucken ob schon ne Fressbude aufgemacht hat und man seinen Ranzen mit ungesundem, meist in altem Fett frittierten Zeug füllen kann. Ab zur Burgerbude und verdammt große Augen gemacht.....4,50€ für nen nicht wirklich ausufernden Cheesburger.......ääääähhh, wie hieß das Ganze hier doch gleich? Fuck The Commerce? Okaaayyy, wenn sie meinen, dann wohl nur Toastbrot und Dosenfutter.
Aber gehen wir mal lieber zu den ersten Bands über. Dinge über die man sich bei diesem Festival aufregen konnte sollten noch genug kommen.
Crowd
Diese aus Leipzig stammende Death/Thrash-Band war mir bisher gänzlich unbekannt. Mit ihrer straight gezockten Mucke konnten sie die paar Nasen die sich vor der Bühne versammelt hatten als Opener durchaus überzeugen. Auch ich notierte sie schnell auf meinem Zettel unter „zu hause mal reinhören“ und nickte zufrieden mit.
Mortal Agony
Mortal Agony pfefferten dem Publikum eine Mischung aus Brutal Death und Grind um die Lauscher. Stimmlich bewegte sich das von gleich drei Sängern vorgetragene Liedgut zwischen Screams, Growls und Frognoise. Die hektischen Songstrukturen sorgten bei mir dann allerdings eher schnell für Langeweile und konnten mich nicht wirklich mitreissen, was aber auch am nicht wirklich optimalen Sound gelegen haben konnte.
Infecdead
Auf Infecdead aus dem Wermelskirchener „Ballungsraum“ hatte ich mich eigentlich gefreut, da sie als ziemlicher Brutal Death-Geheimtipp gehandelt werden und ich noch nicht das Vergnügen hatte sie live zu sehen. An diesem Abend enttäuschten sie mich jedoch völlig. Das größte Manko war der übelst Matschige Sound der von dem sehr technischen Material Infecdeads nichts hörbaren übrig lies. Zudem kam allerdings auch das die Band selber so gar keinen Bock auf den Auftritt gehabt zu haben schien und ihr Set völlig gelangweilt herunterzockte, schade eigentlich.
Manos
Als Headliner waren kurzfristig Manos ins Mittwochlineup gekommen und warteten mit ihrer üblichen Fun-Grind-Mischung auf. Eule stand mal wieder in Kittelschürze, komischer Kopfbedeckung, Bauarbeiterhandschuhen und nem halben Baum am Bass auf der Bühne und machte einen auf Vollgaga, während Andrew in schnöder Jeans-Alltagskleidung den netten Serienmörder von Nebenan miemte.
Manos sind schon ein Phänomen, da sie zum größten Teil wirklich nur bei den „Ossis“ wirklich zündeten und viele „Wessis“ sich fragten was das nun soll. 17 Jahre noch dem Fall eines gewissen Bauwerkes immer noch solche kleinen Unterschiede zu entdecken ist schon fast faszinierend.
Sie konnten auf jeden Fall bei vielen mit Gassenhauern wie „Hol mir ne Bockwurst“, „Hip Hip“, „Komm in den Garten“ und der „Biene M.“ für ordentlich Stimmung und einen ordentlichen Pit sorgen. Meiner einer fands bis auf ein paar vereinzelte Grinser jedoch ähnlich langweilig wie Auftritte von so Tondurchfalltruppen wie JBO oder Onkel Tom.
Also schnell wieder lecker Bier getrunken und den Abend mit dem Begucken der Wochenendausflugsgruppe „NRW-Death Metal“ der Wermelskirchener Irrenanstalt beim Durchdrehen im Partyzelt ausklingen lassen.
Donnerstag
Donnerstag, die Sonne scheint immer noch nicht und die Frisur ist eh nicht mehr zu retten. Also wieder mal ein Bier aufgerissen und vorsichtig in Richtung Fressbuden getapert. Hmmm, immer noch alles teuer......doch was ist das? Jaaaaaaaaaa, endlich war er da, der ultimative Festivalgaumenschmausbeglücker ever, „HähnchenKrause“ hatte endlich seinen Wagen aufgebaut und beglückte die Meute zum Frühstück mit den wohl besten Broilern dieses Erdballs. „Keine Pause ohne Hähnchenkrause“ sollte noch so einige male durch meinen Kopf und Magen gehen.
Auf den Boden der nicht allzu schönen Tatsachen sollte im Laufe des Tages jedoch die Botschaft das Deranged wegen eines Motorschadens nicht kommen konnten sein. Na super, die Band wegen der viele gekommen waren, steckte irgendwo in Deutschland mir verrecktem Fahrzeug und konnte nicht herangekarrt werden.....so ein Scheiß!
Defloration
Defloration aus dem schönen Thüringen waren mir bisher nur als Name bekannt, aber als Tip der guten Thyra lies ich es mir natürlich nicht nehmen sie auch mal in Augenschein zu nehmen.
Ich sollte dieses Vorhaben nicht bereuen, denn Defloration machten mit ihrem straighten Death Metal ordentlich Laune und konnten mich und viele Andere zu einem ausgiebigen Kopfnicken und mehr bewegen. Fronter Uwe wusste als charismatischer Fronter absolut zu überzeugen und man merkte ihm an, das er ordentlich Spass in den Backen hatte. Als er dann noch sein Shirt auszog und mit seiner weißen Plautze für das erste hocherotische Highlight des Tages sorgte konnte dieser Tag nur gut werden. Fazit, absolut klasse Auftritt!
Amputated
Für die Ausgefallenen Mausoleia waren Amputated eingesprungen und konnten mich durchaus überzeugen. Schöner Porn/Gore-Grind mit Moshkompatiblen Ufta-Ufta-Parts und ordentlichen Blastbeats machten Laune und liessen ein wenig des alten FTC-Flairs aufkommen. Nichts weltbewegendes, aber zum Anheizen der Massen bestens geeignet.
Cold Lazarus
Cold Lazarus aus England sollten gleich die zweite Ersatzband für Mausoleia sein, konnten mich im Gegensatz zu Amputated nicht wirklich überzeugen. Mich und einige andere erinnerten sie ein wenig an eine thrashige Version von Graveworm, also genau die Art Mucke die das FTC-Publikum eigentlich so gar nicht hören und sehen will. Zudem sorgte die Optik der Band bei vielen eher für einen etwas ratlosen Blick. Der Blick der Gitarristin schwankte immer zwischen „Hilfe, ich hab Angst, holt mich von der Bühne“, „Was seid ihr doch alle scheiße im Gegensatz zu mir“ und „Boa, was für Hammerdrogen, mehr davon!“, der Bassist zog so ziemlich jede Rockstar-Pose durch die es gab und der Keyboarder, dessen Instrument zum Glück eh nicht zu hören war, disqualifizierte sich von Anfang an mit seiner „Korn/New Metal-Frisur“ und den dazu passenden Bewegungen......also eher unbekannt was der Gute beim FTC wollte. Fazit, es lebe die musikalische Intoleranz!
Gorezone
Gorezone aus meiner Nachbarstadt Oldenburg konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und sorgten zumindest bei mir für die nötige Portion Lokalpatriotismus an diesem Wochenende.
Die Jungs aus dem Norden legten von Beginn an ordentlich los und ballerten den Anwesenden ihren Death/Grind ohne Rücksicht auf Verluste mit voller Spielfreude um die Ohren. Songs wie „Panzerterror“, „Bunkerbuster“ oder „Fuck you“ sollten nun auch den letzten vor der Bühne wach gemacht haben. Fronter Angelo war am dauergrinsen und animierte die Meute zum Abgehen, um dann zwischendurch seinem Job selber vom Pit aus nachzugehen. Lustige Aktion und Erfolgreicher Auftritt.
Mental Horror
Nach einer kleinen Bierpause meinerseits sollte es für mich mit Mental Horror aus Brasilien weitergehen. Bei Brasilien denkt der Knüppelmetaller natürlich gleich an Krisiun und sollte damit auch nicht allzu weit entfernt liegen. Mental Horror wollen es wohl ähnlich in Angriff nehmen wie ihre Landsleute und setzten im Großen und Ganze auf höllische Geschwindigkeit. Im Gegensatz zu Krisiun benutzen sie allerdings meistens nur ein und den Selben Blastbeat für alle Songs und somit wird der Auftritt der Jungs inklusive ihrem sehr statischen Bühnenacting zu einer leider sehr langweiligen Angelegenheit. Ein wenig mehr Abwechslung und „brasilianisches Feuer“ auf der Bühne sollte nicht verkehrt sein.
F.U.B.A.R.
F.U.B.A.R aus Holland boten nun dem Publikum eine ordentliche Ladung traditionellem Grindcore im Stile von Napalm Death und Nasum. Growls wechselten sich mit schadelspaltenden Screams ab und die Mucke machte zu keiner Sekunde auch nur einen Gefangenen und blastete somit von vorn bis hinten durch......nun ja, nicht ganz, ein paar crustige Einschübe vermochten das ganze noch etwas aufzulockern. Viele Anwesenden waren wohl etwas überfordert von diesem Hassbatzen, ich jedoch fands ziemlich geil.
Embedded
Embedded aus Osnabrück hatten nun die undankbare Aufgabe die Meute als Ersatz für die so schmerzlich vermissten Deranged bei Laune zu halten. Und oh Wunder, zum Erstaunen aller hatte sich das Publikum wohl damit abgefunden und Embedded konnten sogar richtig Stimmung verbreiten. Von Anfang an legten die Jungs einen absolut professionellen und routinierten Auftritt hin ohne dabei nur einen Moment langweilig zu sein. Ihr Death Metal kam mit sammt ihrer tollen Bühnenpräsenz bestens beim Publikum an und wurde amtlich abgefeiert.
Extreme Noise Terror
Auf diese britische Grind-Urgestein hatte ich mich besonders gefreut, da es schon einige zeit her war das ich sie das letzte mal gesehen hatte. Die Jungs boten einen guten Mix aus neuen und alten Sachen und das Sängerduo rotze seine Texte richtig schön dreckig ins Mikro. Die Instrumentenfraktion bewegte sich jedoch zum größten Teil gar nicht, wodurch die gesammte Bühnenpräsenz der Band geschmälert wurde. Auch die grade mal 40 Minuten die man dem Publikum bot waren nicht grade Headlinerwürdig. Insgesamt also ein Auftritt mit eher fahlem Beigeschmack.
Freitag
Freitag, das Wetter ist bescheiden und über die Frisur reden wir erst gar nicht. Also wie immer ne Dose Bier geschnappt und.........verdammt, Bier is alle. Na gut, also zum Bierstand getapert und für preislich ok gesehene 2€ das Frühstücksbier zum Frühstücksbroiler geholt. Beim Vorbeigehen am Eingang bemerkt das der größte Teil der Security nach Hause gefahren ist. Tja, so solls gehen wenn der Veranstalter nichts zahlen kann/will.
Da auch der heutige Tag nicht ohne Bandausfälle zu Ende ging, kann ich ja schon mal vorweg nehmen das Decapitated erst gar nicht aufgetaucht sind. Sie waren der Meinung der Veranstalter hätte ihnen nie einen Vertrag geschickt, was der Veranstalter bzw. Ziege, der sich drum gekümmert hat, natürlich dementierte.
Napalm Entchen
Zu früher Mittagsstunde war es an den Fun-Grindern Napalm Entchen die Massen zum Frühsport zu ermutigen. Dies klappte jedoch nur bedingt, da vielen Anwesenden das Ganze zu gaga für ihren nüchternen Kopf zu dieser Tageszeit war. Die Mischung aus in Strapsen und Gasmaske gekleidetem Gitarristen, epileptisch zuckendem Drummer und einem ebenso durchgeknalltem Sänger gepaart mit kultig dilettantischem Ufta-Ufta-Grind mochte noch nicht bei jedem zünden. So ne Truppe ist zu später Stunde im Partyzelt besser aufgehoben.
Sufferage
Als Nordlicht ging es natürlich bei Sufferage zurück ins Zelt um sich den tighten Death Metal der Hamburger Kapelle um Fronterin Jasmin ins Hirn zu schrauben. Dieser Truppe wäre es absolut zu gönne ein wenig bekannter zu werden, denn allein Jasmin hat allein stimmlich gesehen eine enorme Bandbreite an Growls und Screams und übertrifft damit meiner Meinung nach locker sogenannte Szenegrößen wie Frau Gossow oder Frau Classen (und auch optisch recht schnuckelig daher kommt *hüstel*). Doch die Band nur auf die Fronterin zu reduzieren würde ihr nicht gerecht werden, da auch die Jungs an den Instrumenten ihren Job bestens beherrschten und den Auftritt von Sufferage zum Erfolg werden liessen.
Fleshgore
Nun wurde von den Ukrainern Fleshgore zum Tanze gebeten, was im Laufe ihres Auftritts so einige im Publikum durchaus in die Tat umsetzten. Die vier Jungs aus Kiew boten einen verdammt geilen Death/Grind mit ordentlich Blast und Groove der mit tiefen Growls und Frognoise garniert zu einem der Highlights dieses Festivals gezählt werden darf. Das Publikum ging dementsprechend ab wie Schmidts Katze und sorgte für ordentlich Kondenswasser unterm Zeltdach. Diese Jungs sollte man im Auge behalten, da kann was draus werden....
Isacaarum
Nun enterten die in Kunstblut und Fetisschklamotten gehüllten Mannen von Isacaarum die Bühne und sahen optisch schon mal aus wie eine schwule Grindversion von Rammstein Ihre Musik zu umschreiben ist nicht wirklich einfach. Man nehme Grindcore, ImpNaz-Black Metal, Death Metal, würze mit ein paar Jazz-Einlagen, lasse dies auf kleiner 200 BpM-Flamme zerkochen und schütte es dann kochend heiß über dem anwesenden Publikum aus. Fazit - kranke Typen, kranke Mucke, aber cooler Auftritt und beste Festivalunterhaltung.
Prostitute Disfigurement
Die holländischen Nuttenzerstückler waren nun dran uns mit ihrem Ami-Death in Wallung zu bringen. Genau dies war bei mir jedoch das größte Problem, da ich nun mal kein besonders großer Freund von Ami-Death Metal bin und recht schnell gelangweilt den Rückzug Richtung Theke antrat. Viele anwesenden schienen allerdings entzückt und machten ordentlich Party in Form eines ordentlichen Circle-Pits. Sorry, but not my cup of tea.
Hate Eternal
Hate Eternal mochte ich irgendwie noch nie.....zu Ami-Mäßig halt. Mir geht Mucke die fast nur drauf ausgelegt ist das die Protagonisten an den Instrumenten nur mal zeigen könne was sie drauf haben einfach auf den Senkel. Ein gewisses Maß an Eingängigkeit muss einfach vorhanden sein. Dies war bei Hate Eternal nun mal nicht der Fall und somit war für mich mal wieder nur Rückzug Richtung Theke angesagt. Viele der Anderen hatten sich zwar auf Hate Eternal gefreut, richtig Stimmung wollte jedoch nicht aufkommen. Mag wohl am ziemlich statischen Stage-Acting gelegen haben. Somit ging wieder ein Abend vorbei und sollte wie sich später herausstellte auch leider der letzte Abend für mich auf diesem Festival sein.
Samstag
Samstag, das Wetter geht wieder und die Haare? Egal! Bier war eh keins mehr da und nun ereilte meinen Fahrer noch die Nachricht das er aus persönlichen Gründen leider die Heimreise antreten musste. Dies hatte natürlich zur Folge das ich ebenfalls meine Sachen packen musste und die Heimreise antrat. Da ich die meisten heute spielenden Bands auch auf dem Obscene Extreme sehen werde war dies jedoch ganz gut zu verkraften.
Fazit
Es hätte ein richtig feines Festivalwochenende werden können........es hätte. Nur leider muss man sagen das der Veranstalter Bruchstein Records das Fuck The Commerce voll und ganz in den Sand gesetzt hat. Fast die gesammte Arbeit der Organisation hatte Ziege an den Backen und wenn eine Person allein ein komplettes Festival organisieren soll, so kann dies einfach nur schief gehen. Die Schuld sollte allerdings nicht bei Ziege gesucht werden, denn der hat sich für das FTC wahrlich den Arsch aufgerissen, wurde von Bruschstein nur leider völlig im Stich gelassen.
So kommen dann halt x Bandabsagen zusammen, können Bands und Security nicht bezahlt werden, haben die Personen am Bruschstein „Info“-Stand nichtmal die Ahnung welche Band grade spielt, kosten Burger 4,50€ , ist der Sound oft saumäßig usw usw.
Ziege hat sich letztendlich von Bruschstein distanziert und war nicht mehr bereit unter deren Namen seine Arbeitskraft für ein weiteres FTC zur Verfügung zu stellen. Kurz nach dem Festival sah es ganz so aus als sollte es nie wieder ein Fuck The Commerce geben......sehr sehr Schade!
Nachtrag 15.07.06
Mit sofortiger Wirkung hat Jailbreak Concert alle Rechte auf die Marke "Fuck The Commerce" erworben.
Die Firmen Cutgel, Bruchstein Tours und Bruchstein Records sind nicht mehr vertragsabschlußbefugt. Somit dürfte eines der ältesten und härtesten Metal Open Airs im Osten der Republik gerettet sein. Die 10. Auflage wird vom 16.05. bis 19.05.2007 stattfinden.
Quelle: http://www.jailbreak-concert.de/
Das Fuck ist tot, ES LEBE DAS FUCK!!!
Und wiedermal ist es überlebt, das Fuck the Commerce ist vorbei und diesmal leider mit schweren schwarzen Wolken über der Zukunft dieses deutschen Festivalkleinods......doch fangen wir mal lieber am Anfang an.
Mittwoch
Mittwoch, die Sonne brennt nicht und die Frisur ist scheißegal. Nach der Fahrt in den Osten der Republik in Erwartung an ordentlicher Beschallung der Lauscher aus dem Wagen gefallen und die erste Dose Bier aufgerissen...........doch moment, was zur Hölle ist das denn da auf was ich grad gefallen bin? Na super, die Wiese auf der die Zelte aufgeschlagen werden können, wurde wohl kurz vorher gründlich gemäht. Was daran schlimm ist? Wenn Schafe diesen Job übernehmen, dann hat das leider zur Folge das Teile des Grases was vorher oben rein ging, unten wieder raus kommt. Will heißen, die ganze Wiese war übelst vollgeschissen......lecker! Aber wir sind ja keine Pussies und hier auf nem Death Metal und Grindcore-Festival. In diesem Jahr waren die Veranstalter auf Nummer sicher gegangen und hatten ein groooßes Zelt um die Bühne gebaut, so daß falls es regnen sollte dieser Umstand am Publikums-Allerwertesten vorbeigehen sollte.
Dann aber erstmal los um zu gucken ob schon ne Fressbude aufgemacht hat und man seinen Ranzen mit ungesundem, meist in altem Fett frittierten Zeug füllen kann. Ab zur Burgerbude und verdammt große Augen gemacht.....4,50€ für nen nicht wirklich ausufernden Cheesburger.......ääääähhh, wie hieß das Ganze hier doch gleich? Fuck The Commerce? Okaaayyy, wenn sie meinen, dann wohl nur Toastbrot und Dosenfutter.
Aber gehen wir mal lieber zu den ersten Bands über. Dinge über die man sich bei diesem Festival aufregen konnte sollten noch genug kommen.
Crowd
Diese aus Leipzig stammende Death/Thrash-Band war mir bisher gänzlich unbekannt. Mit ihrer straight gezockten Mucke konnten sie die paar Nasen die sich vor der Bühne versammelt hatten als Opener durchaus überzeugen. Auch ich notierte sie schnell auf meinem Zettel unter „zu hause mal reinhören“ und nickte zufrieden mit.
Mortal Agony
Mortal Agony pfefferten dem Publikum eine Mischung aus Brutal Death und Grind um die Lauscher. Stimmlich bewegte sich das von gleich drei Sängern vorgetragene Liedgut zwischen Screams, Growls und Frognoise. Die hektischen Songstrukturen sorgten bei mir dann allerdings eher schnell für Langeweile und konnten mich nicht wirklich mitreissen, was aber auch am nicht wirklich optimalen Sound gelegen haben konnte.
Infecdead
Auf Infecdead aus dem Wermelskirchener „Ballungsraum“ hatte ich mich eigentlich gefreut, da sie als ziemlicher Brutal Death-Geheimtipp gehandelt werden und ich noch nicht das Vergnügen hatte sie live zu sehen. An diesem Abend enttäuschten sie mich jedoch völlig. Das größte Manko war der übelst Matschige Sound der von dem sehr technischen Material Infecdeads nichts hörbaren übrig lies. Zudem kam allerdings auch das die Band selber so gar keinen Bock auf den Auftritt gehabt zu haben schien und ihr Set völlig gelangweilt herunterzockte, schade eigentlich.
Manos
Als Headliner waren kurzfristig Manos ins Mittwochlineup gekommen und warteten mit ihrer üblichen Fun-Grind-Mischung auf. Eule stand mal wieder in Kittelschürze, komischer Kopfbedeckung, Bauarbeiterhandschuhen und nem halben Baum am Bass auf der Bühne und machte einen auf Vollgaga, während Andrew in schnöder Jeans-Alltagskleidung den netten Serienmörder von Nebenan miemte.
Manos sind schon ein Phänomen, da sie zum größten Teil wirklich nur bei den „Ossis“ wirklich zündeten und viele „Wessis“ sich fragten was das nun soll. 17 Jahre noch dem Fall eines gewissen Bauwerkes immer noch solche kleinen Unterschiede zu entdecken ist schon fast faszinierend.
Sie konnten auf jeden Fall bei vielen mit Gassenhauern wie „Hol mir ne Bockwurst“, „Hip Hip“, „Komm in den Garten“ und der „Biene M.“ für ordentlich Stimmung und einen ordentlichen Pit sorgen. Meiner einer fands bis auf ein paar vereinzelte Grinser jedoch ähnlich langweilig wie Auftritte von so Tondurchfalltruppen wie JBO oder Onkel Tom.
Also schnell wieder lecker Bier getrunken und den Abend mit dem Begucken der Wochenendausflugsgruppe „NRW-Death Metal“ der Wermelskirchener Irrenanstalt beim Durchdrehen im Partyzelt ausklingen lassen.
Donnerstag
Donnerstag, die Sonne scheint immer noch nicht und die Frisur ist eh nicht mehr zu retten. Also wieder mal ein Bier aufgerissen und vorsichtig in Richtung Fressbuden getapert. Hmmm, immer noch alles teuer......doch was ist das? Jaaaaaaaaaa, endlich war er da, der ultimative Festivalgaumenschmausbeglücker ever, „HähnchenKrause“ hatte endlich seinen Wagen aufgebaut und beglückte die Meute zum Frühstück mit den wohl besten Broilern dieses Erdballs. „Keine Pause ohne Hähnchenkrause“ sollte noch so einige male durch meinen Kopf und Magen gehen.
Auf den Boden der nicht allzu schönen Tatsachen sollte im Laufe des Tages jedoch die Botschaft das Deranged wegen eines Motorschadens nicht kommen konnten sein. Na super, die Band wegen der viele gekommen waren, steckte irgendwo in Deutschland mir verrecktem Fahrzeug und konnte nicht herangekarrt werden.....so ein Scheiß!
Defloration
Defloration aus dem schönen Thüringen waren mir bisher nur als Name bekannt, aber als Tip der guten Thyra lies ich es mir natürlich nicht nehmen sie auch mal in Augenschein zu nehmen.
Ich sollte dieses Vorhaben nicht bereuen, denn Defloration machten mit ihrem straighten Death Metal ordentlich Laune und konnten mich und viele Andere zu einem ausgiebigen Kopfnicken und mehr bewegen. Fronter Uwe wusste als charismatischer Fronter absolut zu überzeugen und man merkte ihm an, das er ordentlich Spass in den Backen hatte. Als er dann noch sein Shirt auszog und mit seiner weißen Plautze für das erste hocherotische Highlight des Tages sorgte konnte dieser Tag nur gut werden. Fazit, absolut klasse Auftritt!
Amputated
Für die Ausgefallenen Mausoleia waren Amputated eingesprungen und konnten mich durchaus überzeugen. Schöner Porn/Gore-Grind mit Moshkompatiblen Ufta-Ufta-Parts und ordentlichen Blastbeats machten Laune und liessen ein wenig des alten FTC-Flairs aufkommen. Nichts weltbewegendes, aber zum Anheizen der Massen bestens geeignet.
Cold Lazarus
Cold Lazarus aus England sollten gleich die zweite Ersatzband für Mausoleia sein, konnten mich im Gegensatz zu Amputated nicht wirklich überzeugen. Mich und einige andere erinnerten sie ein wenig an eine thrashige Version von Graveworm, also genau die Art Mucke die das FTC-Publikum eigentlich so gar nicht hören und sehen will. Zudem sorgte die Optik der Band bei vielen eher für einen etwas ratlosen Blick. Der Blick der Gitarristin schwankte immer zwischen „Hilfe, ich hab Angst, holt mich von der Bühne“, „Was seid ihr doch alle scheiße im Gegensatz zu mir“ und „Boa, was für Hammerdrogen, mehr davon!“, der Bassist zog so ziemlich jede Rockstar-Pose durch die es gab und der Keyboarder, dessen Instrument zum Glück eh nicht zu hören war, disqualifizierte sich von Anfang an mit seiner „Korn/New Metal-Frisur“ und den dazu passenden Bewegungen......also eher unbekannt was der Gute beim FTC wollte. Fazit, es lebe die musikalische Intoleranz!
Gorezone
Gorezone aus meiner Nachbarstadt Oldenburg konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und sorgten zumindest bei mir für die nötige Portion Lokalpatriotismus an diesem Wochenende.
Die Jungs aus dem Norden legten von Beginn an ordentlich los und ballerten den Anwesenden ihren Death/Grind ohne Rücksicht auf Verluste mit voller Spielfreude um die Ohren. Songs wie „Panzerterror“, „Bunkerbuster“ oder „Fuck you“ sollten nun auch den letzten vor der Bühne wach gemacht haben. Fronter Angelo war am dauergrinsen und animierte die Meute zum Abgehen, um dann zwischendurch seinem Job selber vom Pit aus nachzugehen. Lustige Aktion und Erfolgreicher Auftritt.
Mental Horror
Nach einer kleinen Bierpause meinerseits sollte es für mich mit Mental Horror aus Brasilien weitergehen. Bei Brasilien denkt der Knüppelmetaller natürlich gleich an Krisiun und sollte damit auch nicht allzu weit entfernt liegen. Mental Horror wollen es wohl ähnlich in Angriff nehmen wie ihre Landsleute und setzten im Großen und Ganze auf höllische Geschwindigkeit. Im Gegensatz zu Krisiun benutzen sie allerdings meistens nur ein und den Selben Blastbeat für alle Songs und somit wird der Auftritt der Jungs inklusive ihrem sehr statischen Bühnenacting zu einer leider sehr langweiligen Angelegenheit. Ein wenig mehr Abwechslung und „brasilianisches Feuer“ auf der Bühne sollte nicht verkehrt sein.
F.U.B.A.R.
F.U.B.A.R aus Holland boten nun dem Publikum eine ordentliche Ladung traditionellem Grindcore im Stile von Napalm Death und Nasum. Growls wechselten sich mit schadelspaltenden Screams ab und die Mucke machte zu keiner Sekunde auch nur einen Gefangenen und blastete somit von vorn bis hinten durch......nun ja, nicht ganz, ein paar crustige Einschübe vermochten das ganze noch etwas aufzulockern. Viele Anwesenden waren wohl etwas überfordert von diesem Hassbatzen, ich jedoch fands ziemlich geil.
Embedded
Embedded aus Osnabrück hatten nun die undankbare Aufgabe die Meute als Ersatz für die so schmerzlich vermissten Deranged bei Laune zu halten. Und oh Wunder, zum Erstaunen aller hatte sich das Publikum wohl damit abgefunden und Embedded konnten sogar richtig Stimmung verbreiten. Von Anfang an legten die Jungs einen absolut professionellen und routinierten Auftritt hin ohne dabei nur einen Moment langweilig zu sein. Ihr Death Metal kam mit sammt ihrer tollen Bühnenpräsenz bestens beim Publikum an und wurde amtlich abgefeiert.
Extreme Noise Terror
Auf diese britische Grind-Urgestein hatte ich mich besonders gefreut, da es schon einige zeit her war das ich sie das letzte mal gesehen hatte. Die Jungs boten einen guten Mix aus neuen und alten Sachen und das Sängerduo rotze seine Texte richtig schön dreckig ins Mikro. Die Instrumentenfraktion bewegte sich jedoch zum größten Teil gar nicht, wodurch die gesammte Bühnenpräsenz der Band geschmälert wurde. Auch die grade mal 40 Minuten die man dem Publikum bot waren nicht grade Headlinerwürdig. Insgesamt also ein Auftritt mit eher fahlem Beigeschmack.
Freitag
Freitag, das Wetter ist bescheiden und über die Frisur reden wir erst gar nicht. Also wie immer ne Dose Bier geschnappt und.........verdammt, Bier is alle. Na gut, also zum Bierstand getapert und für preislich ok gesehene 2€ das Frühstücksbier zum Frühstücksbroiler geholt. Beim Vorbeigehen am Eingang bemerkt das der größte Teil der Security nach Hause gefahren ist. Tja, so solls gehen wenn der Veranstalter nichts zahlen kann/will.
Da auch der heutige Tag nicht ohne Bandausfälle zu Ende ging, kann ich ja schon mal vorweg nehmen das Decapitated erst gar nicht aufgetaucht sind. Sie waren der Meinung der Veranstalter hätte ihnen nie einen Vertrag geschickt, was der Veranstalter bzw. Ziege, der sich drum gekümmert hat, natürlich dementierte.
Napalm Entchen
Zu früher Mittagsstunde war es an den Fun-Grindern Napalm Entchen die Massen zum Frühsport zu ermutigen. Dies klappte jedoch nur bedingt, da vielen Anwesenden das Ganze zu gaga für ihren nüchternen Kopf zu dieser Tageszeit war. Die Mischung aus in Strapsen und Gasmaske gekleidetem Gitarristen, epileptisch zuckendem Drummer und einem ebenso durchgeknalltem Sänger gepaart mit kultig dilettantischem Ufta-Ufta-Grind mochte noch nicht bei jedem zünden. So ne Truppe ist zu später Stunde im Partyzelt besser aufgehoben.
Sufferage
Als Nordlicht ging es natürlich bei Sufferage zurück ins Zelt um sich den tighten Death Metal der Hamburger Kapelle um Fronterin Jasmin ins Hirn zu schrauben. Dieser Truppe wäre es absolut zu gönne ein wenig bekannter zu werden, denn allein Jasmin hat allein stimmlich gesehen eine enorme Bandbreite an Growls und Screams und übertrifft damit meiner Meinung nach locker sogenannte Szenegrößen wie Frau Gossow oder Frau Classen (und auch optisch recht schnuckelig daher kommt *hüstel*). Doch die Band nur auf die Fronterin zu reduzieren würde ihr nicht gerecht werden, da auch die Jungs an den Instrumenten ihren Job bestens beherrschten und den Auftritt von Sufferage zum Erfolg werden liessen.
Fleshgore
Nun wurde von den Ukrainern Fleshgore zum Tanze gebeten, was im Laufe ihres Auftritts so einige im Publikum durchaus in die Tat umsetzten. Die vier Jungs aus Kiew boten einen verdammt geilen Death/Grind mit ordentlich Blast und Groove der mit tiefen Growls und Frognoise garniert zu einem der Highlights dieses Festivals gezählt werden darf. Das Publikum ging dementsprechend ab wie Schmidts Katze und sorgte für ordentlich Kondenswasser unterm Zeltdach. Diese Jungs sollte man im Auge behalten, da kann was draus werden....
Isacaarum
Nun enterten die in Kunstblut und Fetisschklamotten gehüllten Mannen von Isacaarum die Bühne und sahen optisch schon mal aus wie eine schwule Grindversion von Rammstein Ihre Musik zu umschreiben ist nicht wirklich einfach. Man nehme Grindcore, ImpNaz-Black Metal, Death Metal, würze mit ein paar Jazz-Einlagen, lasse dies auf kleiner 200 BpM-Flamme zerkochen und schütte es dann kochend heiß über dem anwesenden Publikum aus. Fazit - kranke Typen, kranke Mucke, aber cooler Auftritt und beste Festivalunterhaltung.
Prostitute Disfigurement
Die holländischen Nuttenzerstückler waren nun dran uns mit ihrem Ami-Death in Wallung zu bringen. Genau dies war bei mir jedoch das größte Problem, da ich nun mal kein besonders großer Freund von Ami-Death Metal bin und recht schnell gelangweilt den Rückzug Richtung Theke antrat. Viele anwesenden schienen allerdings entzückt und machten ordentlich Party in Form eines ordentlichen Circle-Pits. Sorry, but not my cup of tea.
Hate Eternal
Hate Eternal mochte ich irgendwie noch nie.....zu Ami-Mäßig halt. Mir geht Mucke die fast nur drauf ausgelegt ist das die Protagonisten an den Instrumenten nur mal zeigen könne was sie drauf haben einfach auf den Senkel. Ein gewisses Maß an Eingängigkeit muss einfach vorhanden sein. Dies war bei Hate Eternal nun mal nicht der Fall und somit war für mich mal wieder nur Rückzug Richtung Theke angesagt. Viele der Anderen hatten sich zwar auf Hate Eternal gefreut, richtig Stimmung wollte jedoch nicht aufkommen. Mag wohl am ziemlich statischen Stage-Acting gelegen haben. Somit ging wieder ein Abend vorbei und sollte wie sich später herausstellte auch leider der letzte Abend für mich auf diesem Festival sein.
Samstag
Samstag, das Wetter geht wieder und die Haare? Egal! Bier war eh keins mehr da und nun ereilte meinen Fahrer noch die Nachricht das er aus persönlichen Gründen leider die Heimreise antreten musste. Dies hatte natürlich zur Folge das ich ebenfalls meine Sachen packen musste und die Heimreise antrat. Da ich die meisten heute spielenden Bands auch auf dem Obscene Extreme sehen werde war dies jedoch ganz gut zu verkraften.
Fazit
Es hätte ein richtig feines Festivalwochenende werden können........es hätte. Nur leider muss man sagen das der Veranstalter Bruchstein Records das Fuck The Commerce voll und ganz in den Sand gesetzt hat. Fast die gesammte Arbeit der Organisation hatte Ziege an den Backen und wenn eine Person allein ein komplettes Festival organisieren soll, so kann dies einfach nur schief gehen. Die Schuld sollte allerdings nicht bei Ziege gesucht werden, denn der hat sich für das FTC wahrlich den Arsch aufgerissen, wurde von Bruschstein nur leider völlig im Stich gelassen.
So kommen dann halt x Bandabsagen zusammen, können Bands und Security nicht bezahlt werden, haben die Personen am Bruschstein „Info“-Stand nichtmal die Ahnung welche Band grade spielt, kosten Burger 4,50€ , ist der Sound oft saumäßig usw usw.
Ziege hat sich letztendlich von Bruschstein distanziert und war nicht mehr bereit unter deren Namen seine Arbeitskraft für ein weiteres FTC zur Verfügung zu stellen. Kurz nach dem Festival sah es ganz so aus als sollte es nie wieder ein Fuck The Commerce geben......sehr sehr Schade!
Nachtrag 15.07.06
Mit sofortiger Wirkung hat Jailbreak Concert alle Rechte auf die Marke "Fuck The Commerce" erworben.
Die Firmen Cutgel, Bruchstein Tours und Bruchstein Records sind nicht mehr vertragsabschlußbefugt. Somit dürfte eines der ältesten und härtesten Metal Open Airs im Osten der Republik gerettet sein. Die 10. Auflage wird vom 16.05. bis 19.05.2007 stattfinden.
Quelle: http://www.jailbreak-concert.de/
Das Fuck ist tot, ES LEBE DAS FUCK!!!