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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 20.9. THE ARCHITECT + MACHINEMADE GOD + Support im Turock / Essen


DerMarc
21.09.2006, 19:54
Es gibt wahrlich schönere Anblicke, als eine völlig leere Konzertlocation, 20 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Aber am Mittoch, dem 20.9., war das im Turock in Essen leider der Fall. Die Tour von den Holländern The Architect und 37 Stabwounds war mit einigen lokalen Bands aufgepeppt worden, weshalb der Spaß schon um 18:30 Uhr begann. Für mich als faulen Studenten in den Semesterferien kein Problem, für die arbeitende Bevölkerung schon.

Als erstes sollten Fall of Eden auf die Bühne, aber da die sich bald auflösen (letzter Auftritt am 27.10. im Druckluft in Oberhausen), sprangen One Bullet Left aus Oberhausen für sie ein und eröffneten vor etwa 10 Leuten (Thekenpersonal inklusive) den Abend.
Schade für die Jungs, denn eigentlich waren sie gar nicht mal so schlecht. Zwei Nasen schafften sogar einen kleinen Moshpit... oder so ähnlich.

Jedenfalls folgten daraufhin 37 Stabwounds, gegründet von einem ehemaligen Mitglied des holländischen Metalcore Flagschiffes Born from Pain. Bei dieser Band überwiegt ganz klar der -core Anteil und die dazugehörige Attitüde. Mir völlig unbekannt, und auch nicht sonderlich überzeugend. Mehr Leute waren immer noch nicht im Turock und da Bier im freien immer noch besser schmeckt, ging es nach 3 Songs erstmal wieder zurück in den Biergarten.

Six Reasons to Kill gefielen mir da schon besser. Die Koblenzer spielen ihren Metalcore mit einer herrlichen Death Metal Schlagseite und können als erste Band auch endlich vor einem annehmbaren Publikum spielen. Vor der Bühne herrscht dennoch verhältnismäßig tote Hose.
Ich fand's jedenfalls toll und ärgerte mich kein Geld für die aktuelle CD "Reborn" zu haben, die es für 10€ am Merchandise Stand gab. Von der Band gab es zwar vom Shirt, über Kappe bis zum Schlüsselband alles mit ihrem Logo drauf, aber immerhin zu fairen Preisen.
Auf jeden Fall eine sympathische Band, die zudem auch noch auf der Bühne überzeugen kann.

Schließlich kamen Machinemade God auf die Bühne, die zwar erst seit Anfang 2006 ihr Album "The Infinity Complex" draußen haben, aber bereits auf eine ansehnliche Fanbasis in ihrer ruhrpottlichen Heimat zählen können. Solider Metalcore ist's und man kann eigentlich nur rosig in die Zukunft schauen, wenn's denn auch so weiter geht. Man kann eigentlich auch vom "geheimen Headliner" sprechen, denn viele Leute verließen nach dem gut 40 Minuten dauernden Auftritt der fünf Jungs das Turock.

The Architect hatten dann ein eher mager ausfallendes Publikum. Sowieso waren an dem Abend sicher nicht mehr als 50 Nasen im Turock anwesend (Bandmitglieder nicht hinzugerechnet).
Dennoch nicht schlecht, was dort dargeboten wurde. Mir waren die Holländer vorher jedenfalls völlig unbekannt, aber nun stehen sie immerhin auf meiner Liste - wenn auch mit einer niedrigen Prioritätsstufe. Auch für sie schade, dass kaum was los war.

Insgamt ein nettes Metalcore-Konzert, mit fairem Eintrittspreis, ansehbaren Bands, aber leider zu wenig Publikum.