exumer
14.03.2005, 17:53
Witchcraft - Witchcraft
Was bringt mich nur dazu eine Platte zu reviewen, die ich leider im Alternative-Regal finden musste? Ein Ort, an den ich mich normalerweise nur recht ungern begebe? Nun ja, diese Frage wird spätestens dann von selbst beantwortet, wenn man das Album durchgehört hat. Düsterster Doom Metal trifft auf klassischen Rock und man fragt sich wirklich, wie die Jungs aus Schweden einen solch authentischen Sound hergezaubert haben. Die vier bringen jedoch auch das Glanzstück fertig nicht nur den perfekten Sound, sondern auch das Feeling der damaligen Zeit in das Jahr 2004 zu transportieren. Sogar die damals relativ häufige Experimentierfreudigkeit kommt bei dem Album gut rüber und nicht selten erinnern einen manche Songpassagen gar an Uriah Heep oder Jethro Tull. Hauptsächlich jedoch bewegt sich das Album im typischen Black Sabbath / Pentagram Gewand, so dass sich hauptsächlich Jünger des Doom von dem genreübergreifenden Werk angesprochen fühlen dürften. Auch textlich bewegt man sich in ebendiesen okkulten Pfaden, die Bands wie Black Widow, Pentagram, Black Sabbath und Atomic Rooster geprägt haben. Mit "Please don`t forget me" befindet sich sogar ein Cover von Bobby Lieblings Pre-Pentagram Band Stone Bunny auf dem Silberling, was die mehr als auffälligen Parallelen zu den 70`s Pentagram noch mal verdeutlicht. Selbst die Stimme von Sänger / Gitarrist / Songwriter Magnus Pelander klingt der Stimme des Meisters doch sehr ähnlich. Trotz der vielen Parallelen klingt die Scheibe jedoch nicht nach irgendwelchem Ausschussmaterial der angesprochenen Legenden, sondern auf ihre Art und Weise sehr eigenständig und charismatisch. Die Songs sind wohl durchdacht und klingen trotzdem sehr "aus dem Bauch raus", wie man es von einer guten Band auch erwarten sollte. Alles in Allem bleibt ein Album, dass nicht nur dem 70`s Fan sondern auch dem gestandenen Metaller gefallen könnte, wenn er sich für die Entstehung von Metal interessiert und an den als Vergleich genannten Bands Gefallen findet. Wegen der Dauerrotation in meinem CD Player bekommt das Album von mir die Höchstpunktzahl, allgemein würde ich dem Album 8 Punkte geben, da nicht jeder an den ganz alten Bands gefallen findet und das Album somit wahrscheinlich und leider nur für eine kleinere Käuferschar ansprechend ist. Eine der zwei Fragen wurde somit beantwortet: Die CD wurde ins falsche Regal einsortiert. Offen bleibt jedoch: "Wie ham die nur so nen Sound hinbekommen?"
Witchcraft
Toller Opener, der einem direkt zeigt wos musikalisch langgeht: Old-school! Cool und locker gespieltes Riffing mit halbverzerrten Gitarren und einem sehr ruhigen, atmosphärischen Mittelteil mit Akustikgitarren- und Geigenuntermalung
The snake
Sabbathy to the max! Düsteres Riffing, extrem leidender Gesang und ultra slow! Doomigster Song des Albums!
Please don`t forget me
Cooles Stone Bunny Cover! Kaum zu erkennen, dass hier NICHT Mr. Liebling singt. Fügt sich prima in den Rest der Songs ein
Lady Winter
Guter Doom Rock Song
What I am
Ruhiger, melodiöser und melancholischer Rocksong mit saugeilem Chorus und Solo!
Schyssta lögner
Supernaut lässt grüßen! Hammerriffing mit einem Drive der zu immensen Nackenwirbelschädigungen führt! Die schwedischen Vocals klingen auch sehr cool!
No angel or demon
"Modernster" Song der Platte, da dieser mehr nach obskuren NWOBHM Bands wie Witchfynde, Pagan Altar und Witchfinder General klingt
I want you to know
Guter Song der jedoch nicht weiter heraussticht
It`s so easy
Und wieder ein genialer Song, den eigentlich Pentagram geschrieben haben müssten
You bury your head
Düsterer slow-Doomer mit coolem Hammer-on und ruhigem Mittelteil! "It is the Pentagram! It`s got your soul again!"
Her sisters they were weak
Das Highlight kommt natürlich ganz zum Schluss: Epischer Doom Metal der durch den Einsatz von Flöten zum Teil sogar ziemlich an Jethro Tull erinnert. Der heavy Mittelpart ist sogar mit backmasking Gesang aufgenommen!
Download: www.witchcrafthome.com (http://www.witchcrafthome.com)
EDIT:
Benotung: 10/10
Was bringt mich nur dazu eine Platte zu reviewen, die ich leider im Alternative-Regal finden musste? Ein Ort, an den ich mich normalerweise nur recht ungern begebe? Nun ja, diese Frage wird spätestens dann von selbst beantwortet, wenn man das Album durchgehört hat. Düsterster Doom Metal trifft auf klassischen Rock und man fragt sich wirklich, wie die Jungs aus Schweden einen solch authentischen Sound hergezaubert haben. Die vier bringen jedoch auch das Glanzstück fertig nicht nur den perfekten Sound, sondern auch das Feeling der damaligen Zeit in das Jahr 2004 zu transportieren. Sogar die damals relativ häufige Experimentierfreudigkeit kommt bei dem Album gut rüber und nicht selten erinnern einen manche Songpassagen gar an Uriah Heep oder Jethro Tull. Hauptsächlich jedoch bewegt sich das Album im typischen Black Sabbath / Pentagram Gewand, so dass sich hauptsächlich Jünger des Doom von dem genreübergreifenden Werk angesprochen fühlen dürften. Auch textlich bewegt man sich in ebendiesen okkulten Pfaden, die Bands wie Black Widow, Pentagram, Black Sabbath und Atomic Rooster geprägt haben. Mit "Please don`t forget me" befindet sich sogar ein Cover von Bobby Lieblings Pre-Pentagram Band Stone Bunny auf dem Silberling, was die mehr als auffälligen Parallelen zu den 70`s Pentagram noch mal verdeutlicht. Selbst die Stimme von Sänger / Gitarrist / Songwriter Magnus Pelander klingt der Stimme des Meisters doch sehr ähnlich. Trotz der vielen Parallelen klingt die Scheibe jedoch nicht nach irgendwelchem Ausschussmaterial der angesprochenen Legenden, sondern auf ihre Art und Weise sehr eigenständig und charismatisch. Die Songs sind wohl durchdacht und klingen trotzdem sehr "aus dem Bauch raus", wie man es von einer guten Band auch erwarten sollte. Alles in Allem bleibt ein Album, dass nicht nur dem 70`s Fan sondern auch dem gestandenen Metaller gefallen könnte, wenn er sich für die Entstehung von Metal interessiert und an den als Vergleich genannten Bands Gefallen findet. Wegen der Dauerrotation in meinem CD Player bekommt das Album von mir die Höchstpunktzahl, allgemein würde ich dem Album 8 Punkte geben, da nicht jeder an den ganz alten Bands gefallen findet und das Album somit wahrscheinlich und leider nur für eine kleinere Käuferschar ansprechend ist. Eine der zwei Fragen wurde somit beantwortet: Die CD wurde ins falsche Regal einsortiert. Offen bleibt jedoch: "Wie ham die nur so nen Sound hinbekommen?"
Witchcraft
Toller Opener, der einem direkt zeigt wos musikalisch langgeht: Old-school! Cool und locker gespieltes Riffing mit halbverzerrten Gitarren und einem sehr ruhigen, atmosphärischen Mittelteil mit Akustikgitarren- und Geigenuntermalung
The snake
Sabbathy to the max! Düsteres Riffing, extrem leidender Gesang und ultra slow! Doomigster Song des Albums!
Please don`t forget me
Cooles Stone Bunny Cover! Kaum zu erkennen, dass hier NICHT Mr. Liebling singt. Fügt sich prima in den Rest der Songs ein
Lady Winter
Guter Doom Rock Song
What I am
Ruhiger, melodiöser und melancholischer Rocksong mit saugeilem Chorus und Solo!
Schyssta lögner
Supernaut lässt grüßen! Hammerriffing mit einem Drive der zu immensen Nackenwirbelschädigungen führt! Die schwedischen Vocals klingen auch sehr cool!
No angel or demon
"Modernster" Song der Platte, da dieser mehr nach obskuren NWOBHM Bands wie Witchfynde, Pagan Altar und Witchfinder General klingt
I want you to know
Guter Song der jedoch nicht weiter heraussticht
It`s so easy
Und wieder ein genialer Song, den eigentlich Pentagram geschrieben haben müssten
You bury your head
Düsterer slow-Doomer mit coolem Hammer-on und ruhigem Mittelteil! "It is the Pentagram! It`s got your soul again!"
Her sisters they were weak
Das Highlight kommt natürlich ganz zum Schluss: Epischer Doom Metal der durch den Einsatz von Flöten zum Teil sogar ziemlich an Jethro Tull erinnert. Der heavy Mittelpart ist sogar mit backmasking Gesang aufgenommen!
Download: www.witchcrafthome.com (http://www.witchcrafthome.com)
EDIT:
Benotung: 10/10