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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : To/Die/For


Antaia
03.04.2005, 12:11
Laut.de:

Dass man in Finnland außer Rentierhirte oder Vollblutmusiker nicht viel werden kann, mag ein Gerücht sein. Tatsache ist, dass es jede Menge hochkarätige Bands im einzigen Land Europas mit nicht-indogermanischer Bevölkerung gibt.
Dies trifft auch auf To/Die/For zu, die 1996 in Kouvola zusammen finden und im Laufe der Zeit mehrere selbstfinanzierte - und inzwischen ausverkaufte - Mini-CD's veröffentlichen. Diese bringen ihnen schließlich den Deal mit Spinefarm Records ein, einem Label, das schon früher einen guten Riecher für hoffnungsvolle Mucke bewies.

"All Eternity" wird 1999 in Finnland veröffentlicht, ein Jahr später via Nuclear Blast in Deutschland und über Pony Canyon in Japan. Der Vorwurf, einer der ersten HIM-Klone zu sein, lässt sich nach näherer Belauschung nicht aufrecht erhalten, da Jape Perätalos Gesang sich doch sehr von Villes unterscheidet. Zwar ähnelt J.P. Sutelas und Joonas Kotos Gitarrenspiel auf der Scheibe noch ab und an dem von Linde, doch zusammen mit Drummer Tonmi Lillman und Basser Miikka Kuisma schafft man es, eine eigene Note in den Sound zu integrieren. Mit dem Sandra Heuler "In The Heat Of The Night" landet man einen Hit, der auch bei mehreren Musiksendern auf Rotation geht.

Die Europa-Tour im Package mit Sentenced, In Flames und Dark Tranquillity schlägt mächtig ein und macht To/Die/For einem größeren Publikum vertraut. Für Mikka ist jedoch nach der Tour Schluss und Marko Kangaskolkka übernimmt nach ein paar Auditions den Job, den er auch früher schon einmal inne hatte. Im Mai erscheint in Finnland der Nachfolger "Epilogue", dessen Single "Hollow Heart" sich in kürzester Zeit an die Spitze der finnischen Charts setzt. Tatkräftige Unterstützung erhält die Band auf dem in Deutschland im Juni erscheinenden Album von Sinergys Marco Hietala und Lullacrys Tanya.

Um das Album zu promoten, gehen sie anschließend mit Lacrimosa auf Tour, was sich aber als eher unglückliche Wahl heraus stellt, denn das auf Lacrimosa eingeschworene Publikum gibt den Finnen kaum eine Chance. Auch Tourgitarrist Roope bleibt nicht bei der Band, sondern kratzt nach der Tour die Kurve. Somit verbringen To/Die/For einige Zeit damit, nach einem neuen Gitarristen zu suchen und Songs für das Album zu schreiben.

Das im März 2003 erscheinenden "Jaded" führt zwar einen Mann namens Mika Ahtianien als zweiten Klampfer, doch sämtliche Gitarren hat Joonas gezupft und auch Drummer Tonmi hat nicht nur seine Parts eingespielt, sondern auch sämtliche Bass- und Keyboard-Melodien. Als prominenter Gast gibt sich Nightwish-Basser Marco Hietala die Ehre. Doch auch mit diesem Album klappt es nicht so ganz mit dem Durchbruch, was zur Folge hat, dass Sänger Jape die Band im Sommer 2003 wegen fehlender Motivation verlässt.

Also ich hör To/Die/For abundzu mal ganz gerne... ;)

Neurosis
24.06.2005, 00:25
Ich könnte To Die For die ganze Zeit hören,sehr schöne Lyrics.