Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krieg der Welten
Beschissen
16.05.2005, 11:48
Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass der schöne Klassiker von H.G. Wells verfilmt wurde, leider mit niemand geringerem als dem dianetischen Schönling Tom Cruise, der neben bombastischen Effekten so klein wirkt, dass ihm vorsichtshalber ein niedlicher Bastard zur Seite gestellt wurde. Naja Tom Cruise hat ja schon Philip K. Dick und seinen "Minderheiten-Bericht" zu Sau gemacht, der Mann hat da wohl Spaß dran.
Dat dollste is ja wat Tommy an der ganzen Sache verdient.
Nicht nur seine ca. 30 Millionen Gage, nein, er erhält auch noch 10% ALLER Einnahmen aus SÄMTLICHEN Merchandise Artikeln, Büchern, Textilien, Comics usw.
Na ja, ich werde mir den wohl trotzdem irgendwie ansehen.
Beschissen
16.05.2005, 14:14
Original von Deprin
[...]
Na ja, ich werde mir den wohl trotzdem irgendwie ansehen.
richtig so!
Trailblazer
16.05.2005, 16:19
tom kukuruz könnte problemlos die schulden österreichs bezahlen und würde davon nicht mal wind bekommen :mauer:
ShadowDragon
31.05.2005, 20:20
So weit ich weiß gab's inen 80er schon nen Film zu dem tollen Buch.
Wenn ich die neue Fassung iwi zusehen kriege werde ich schon sehr kleinlich darauf achten wie die Handlung aus dem Buch im Film dargestellt ist.
Also der einzige Film mit Tom Cruise, der mir gefalln hat, war ja wohl "Legende". Der Rest, wo er mitspielt, wird ausnahmslos boikotiert. Spielberg wird ja wohl auch immer unintressanter, oder?
Original von ShadowDragon
So weit ich weiß gab's inen 80er schon nen Film zu dem tollen Buch.
In den 60ern. Der alte Krieg der Welten ist aus den 60ern. Da sind dann auch so tolle Szenen drin, wie z.B. dass alle Leute ca. 5 km an die Nuklearexplosion rangehen (schön mit Sonnebrille auf :D), um zu sehen, ob die Raumschiffe dabei platt gehen! Unfreiwillig saukomisch, aber trotzdem ein ziemlich guter Film.
hmmm... tom kruse... buäh! eigentlich sollte ich diesen film boikottieren... allerdings mag ich "alles-kaputt-mach-filme"; der trailer sah ja recht interessant aus...
ich hab das buch ebenfalls mal vor urzeiten gelesen; eventuell sollte ich es mir noch einmal zu gemüte führen... allerdings wird sich bestimmt auch hier nicht streng an die literarische vorgabe gehalten. aber mal schauen- bei "per anhalter..." hats ja auch irgendwie geklappt^^
Eine für das Jahr 2001 geplante ursprüngliche erste originalwerks-getreue Buch-Umsetzungs-Verfilmung mit dem Werk-Titel "H.G. Wells's War of the Worlds" des Regisseurs Timothy Hines mit seiner kleinen eigenständigen Produktions-Firma "Pendragon Pictures" wurde wegen der Anschläge vom 11. September 2001 gestoppt. Im Jahre 2004 wurden die Dreharbeiten fortgesetzt und mit mehrjähriger Verzögerung (aufgrund Budget-Problemen) im März 2005 beendet. Diese Film-Version wird nur als "Direkt-on-DVD"-Kommpromiss mit Paramount's Kino-Projekt und den Rechte-Inhabern vertrieben. Zunächst nur als Region 1 DVD mit der Möglichkeit der Europa- bzw. Weltweiten DVD-Veröffentlichung im Jahr 2006. Die ersten Reviews sprechen von einer "wahrhaftigen sensationellen 1:1 - im viktorianischen Stil des 19. Jahrhunderts getreuen - Wort für Wort - Szene für Szene - Buch-Umsetzung auf satten 180 Minuten Laufzeit".
Hört sich doch um einiges besser an, oder?
Beschissen
28.06.2005, 23:18
Ui, das hört sich ja echt fein an. Lustig vor dem Hintergrund, dass Spielberg den Film schon verworfen hatte, nach den o.g. Anschlägen das Projekt aber wieder in Angriff genommen hat.
Also, ich war jetzt gestern da drin und muss sagen, dass der Film schon etwas bedrückendes an sich hat.
Wie kaltherzig Menschen da vernichtet und später als Dünger benutzt werden ist schon etwas hart....
Kann man sich anschauen, nur das Ende ist etwas kitschig und unlogisch.
Und ich meine jetzt nicht wie die Aliens besiegt werden. Das war ok, aber wie die Familie sich wieder findet... ach du schade, schaut's euch an :D
Original von Deprin
Eine für das Jahr 2001 geplante ursprüngliche erste originalwerks-getreue Buch-Umsetzungs-Verfilmung mit dem Werk-Titel "H.G. Wells's War of the Worlds" des Regisseurs Timothy Hines mit seiner kleinen eigenständigen Produktions-Firma "Pendragon Pictures" wurde wegen der Anschläge vom 11. September 2001 gestoppt. Im Jahre 2004 wurden die Dreharbeiten fortgesetzt und mit mehrjähriger Verzögerung (aufgrund Budget-Problemen) im März 2005 beendet. Diese Film-Version wird nur als "Direkt-on-DVD"-Kommpromiss mit Paramount's Kino-Projekt und den Rechte-Inhabern vertrieben. Zunächst nur als Region 1 DVD mit der Möglichkeit der Europa- bzw. Weltweiten DVD-Veröffentlichung im Jahr 2006. Die ersten Reviews sprechen von einer "wahrhaftigen sensationellen 1:1 - im viktorianischen Stil des 19. Jahrhunderts getreuen - Wort für Wort - Szene für Szene - Buch-Umsetzung auf satten 180 Minuten Laufzeit".
Hört sich doch um einiges besser an, oder?
also bedeutet das, dass es eine quasi "independent" verfilmung von krieg der welten gibt???
ich werd mir den spielschissberg film sicherlich nicht im kino anschauen....weil wegen scheiss hollywood und weil wegen scheiss scientology...und weil wegen kino teuer...und weil wegen deutsch mir grad schwer fällt :D
tommy boy is doch sowieso nurn lächerliches standgeblase...
War gestern drin...mann, bin ich froh dass die Karte "nur" 4,50 Goldkreutzer gekostet hat...
Es war halt einfach ein netter Film, ich würde ihn vom Anspruck, der Handlung am ehesten mit Starship Troopers vergleichen... Effekte sind zwar nett, aber ansonsten...nja, ich denke mal das Thema ist so ausgelutscht, da können Effekte allein nichts mehr reissen...
Ich hatte mir nach dem Trailer mehr erhofft, und auch der Stimmungsvolle Sprecher am Anfang des Films (klang sehr nach ner älteren (vllt Hörspiel) Version) liess mich hoffen...doch vergeblich --teilweise recht spannend, jedoch sehr an Kreativität mangelnd ....Aliens kommen, zerstören alles - Held wird verfolgt, versteckt sich - Alles wird gut, viele Menschen mussten sterben.... ausserdem konnte ich keinerlei SPannung ausmachen die sich im Laufe des Films aufbaute.....und das Ende ist echt der letzte schrott...einfach viiel zu uninnovativ der ganze Film!
Lasst euch gesagt sein: erwartet nicht viel, guckt ihn auf nem lustigen DVD Abend oder von VCD besorgen, dann kann man sichs angucken!
PS: Einzig die Soundeffekte wurden im Lichtspielhaus ein paar mal recht cool in Szene gesetzt, dafür lohnt es sich vllt schon reinzugehen...
Lindisfarne
08.07.2005, 12:25
Hm also ich hatte vor, mir den Film im Kino anzusehen! Fand den Trailer scho recht interessant, weiß nur nich, mit wem ich ihn ansehen soll, Vinter hat ja nich vor, ihn im Kino zu sehen...*grmpf* dann muss ich ein Opfer suchen, es betäuben und ins Kino schleifen...freut sich, wenn es sich in dem Film wieder findet :D
Beschissen
08.07.2005, 23:32
Haha, du musst Mr. T was in die Milch tun! ;)
Also ich fand den Film ganz gut soweit. War eigtl auch so der erste Film, oder zumindest der erste Film seit langem, bei dem ich ma n bisschen 'schiss' (is zwar nicht passend so ganz das wort) gekriegt hab. Also eigtl nur vor der Vorstellung "mensch, wenn das jetzt passieren würde" und so. Ansonsten fand ich, drückte er echt etwas die Stimmung.
Das Ende okay, war etwas blöde, ich fands etwas abrupt und auch ziemlich kitschig, aber das ist halt hollywood-film typisch! :rolleyes:
Letzten Monat (zu meinem Geburtstag :D) den Film gesehn und Testurteil :
Durchschnittlich
Ich hab nach den ersten 20min gehofft das dieses kleine quietschende Menschenkind (von Tommy Cruiso) abgeschlachtet wird...die hat nur genervt..AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH! Das tat in den Ohren weh...
Und weiter gehts...das Ende war vorhersehbar und langweilig...alles wird zu Grund und Boden gestampft aber Bosten bleibt unverschont...und die US-Flaggen wabbeln im Wind (Tolle Kameraeinstellung bevor die Aliens kommen, Kamera nur auf Haeuserreihe mit Flaggen...)
Und weiter gehts...die Aliens sahen aus wie Plueschtiere, so richtig schoen zum knuddeln...apro pro Aliens,...das Ende kam zu schnell und die Begruendung, so wie sie dort angegeben wuerde war irgendwie laecherlich...fand ich jedenfalls...
Naja...Cruso de Tomi war langweilig...
Und weiter gehts...mit den guten Sachen..die Effekte waren nett..und die "Menschen-Duenger"-Szenen..."ich seh ein rotes Land"
also alles in allen..muss man sich nicht antun,....oh noch was...der Sopund war klasse...hat schoen gebrummt das Kino :D
Sir Azathoth
19.08.2005, 07:20
ICh habe den Film gesehen und ich fand ihn in Ordnung.
Er hat mich nicht vom Hocker gerissen, aber man konnte ihn sich anschauen.
Das Ende ist zwar komisch und abrupt, aber was soll der Regisseur machen, wenn das Buch dieses Ende vorschreibt? Es ist immerhin eine Romanverfilmung. Da ist man nicht mehr ganz so frei was seine Handlung angeht.
Was mich allerdings auch gestört hat war dieser Megapatriotismus der in diesem Film immer wieder gezeigt wurde. (Wie das genannte Bsp. mit den Flaggen vor den Häusern...)
Das kann einem doch ein wenig auf die Nerven gehen.
mfg
schizophren
19.08.2005, 11:12
ich werd mir den film net ansehen weil
a) find ich ihn scheiße
b) kann ich solchen filmen nix abgewinnen
c) mocht ich (außer last samurai) noch keinen film wo er mitspielt...
el_siggi
19.08.2005, 11:39
Original von schizophren
ich werd mir den film net ansehen weil
a) find ich ihn scheiße
aha? :verwirrt:
ich habe ihn gesehen. n paar gute szenen waren drin, aber die story -> einfallslos (und es ist mir egal ob die story vor 60 jahren geschrieben worden ist, das macht sie auch nicht besser) ; ende ->völlig verkorkst, ich dachte die hätten kein geld mehr gehabt um weiterzudrehen.
Original von el_siggi
ich habe ihn gesehen. n paar gute szenen waren drin, aber die story -> einfallslos (und es ist mir egal ob die story vor 60 jahren geschrieben worden ist, das macht sie auch nicht besser) ; ende ->völlig verkorkst, ich dachte die hätten kein geld mehr gehabt um weiterzudrehen.
Die Story wurde vor über 100 Jahren geschrieben ( Ende des 19. Jahrhunderts von H.G. Wells, aus dessen Feder übrigens auch "Die Insel des DR. Moreau", "Die Zeitmaschine" und "Die ersten Menschen auf dem Mond" stammt. Einer der Großen Visionäre des vorletzten Jahrhunderts und der Erfinder der Science Fiction!), vor ca. 60 Jahren im Radio erstaufgeführt (Orson Wells) und dann vor genau 50 Jahren erstmals ins Kino gebracht. "Kampf der Welten" war 1955 ein umwerfender Erfolg und auch heute noch hat das Original einen unheimlichen Charme, auch wenn vieles aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch vorkommt.
Das Ende war meiner Meinung nach übrigens eine der größten Überraschungen im Film, da es (nicht wie gesagt) total Hollywood untypisch war! Ich hab fest damit gerechnet, dass die die Story ändern und wieder Mal jemand die Welt retten muss, am Besten noch ein Ami. Und, was war? Nix da! Menschen sind halt kacke und kriegen noch net Mal ne Alien Invasion gebacken. DAS war Hollywood- und Spielberg- untypisch!
Natürlich war der Film kein Kunstkino, aber wenn man wie ich einfach nur Spaß an Gewalt und sinnloser Massenzerstörung hat, dann kann man den Film wirklich genießen!
DerWIkinger
19.08.2005, 18:15
Gibt bessere Filme. Das Ende muss sich wohl einer ausgedach haben, der von nix ne Ahnung hat und das Elend schnell beenden wollte, bevor da ein 4 Stunden Epos draus wird.
el_siggi
19.08.2005, 18:23
@exumer
die idee, dass die aliens von bakterien befallen werden fand ich ja auch originell, aber die umsetzung ist dermassen sch****e :rolleyes:
naja meine meinung.
Original von el_siggi
@exumer
die idee, dass die aliens von bakterien befallen werden fand ich ja auch originell, aber die umsetzung ist dermassen sch****e :rolleyes:
naja meine meinung.
Haha, schon OK. Wie gesagt, der Film war beileibe nix besonderes, aber wenigstens waren viele Explosionen drin, Unmengen an Leuten, die vaporisiert werden, Blutregen, etc.
Sinnlose Gewalt und Massenvernichtung? Daumen hoch!
smoke demon
20.08.2005, 02:33
ich spar mir den kinospass und hör da doch lieber mal die doppel-lp "jeff wayne's war of the worlds" (H.G. Well's geschichte sozusagen musikalisch nacherzählt) von 1978.
mit Chris Thompson (Manfred Mann's Earth Band), Justin Hayward (The Moody Blues), Phil Lynott (Thin Lizzy), Chris Spedding (Produzent der ersten Demos der Sex Pistols - danke Wikipedia ;) ), Herbie Flowers (David Bowie, Lou Reed, T-Rex)
zwar keine harte mucke und mit vielen hörspiel- und gesprochenen parts aber mal ganz angenehm zum zuhören.
Rovertos
20.08.2005, 03:28
tscha also, wenn's schon um den Film geht, will ich mich mal auch ein bisschen selber wichtig machen:
Spielberg gibt den Menschen stets was sie wollen. Sie wollen Grusel, er gibt ihnen Grusel. Sie wollen Blut, sie bekommen Blut. Immer perfekt (manchmal zu perfekt) immer stimmig, immer routiniert und immer ein wenig mehr von dem, was sie erwarten. „Krieg der Welten“ ist ein sehr amerikanischer Film, der sicher auch absichtlich mit verschiedenen Versatzstücken amerikanischer „Kultur“ spielt. Da sehen wir die obligatorischen Flaggen, den liebevollen, aber auch gnadenlos überforderten Familienvater, der mit seinem ziemlich respektlosen Sohn einfach nur ein bisschen Baseball spielen will, herrlich belangloses Geplänkel über Pay-TV und eine Familie, die schwer an den Unwegbarkeiten einer Scheidung zu knabbern hat. Soweit so schlicht. Doch was wäre, wenn man dieses kleine bisschen noch verbliebene Glück plötzlich verlieren würde und schlimmer noch, wenn alles um einen herum plötzlich in Flammen aufgeht, man nur noch das eigene Leben verteidigen kann und sonst nichts. Eine schreckliche Vorstellung. Die Existenzangst ist eine Urangst des Menschen und deshalb ein gefundenes Fressen für Hollyood-Regisseure, die es verstehen, mit solchen Ängste zu spielen.
Und so lässt Spielberg mit Hilfe seiner Aliens das unsagbare Grauen der totalen Vernichtung über die USA hineinbrechen. Ein apokalyptischer Kampf, in dem der Einzelne unbedeutend und hilflos ist. Wo die einzelne Person keinen wirklichen Sinn im Leiden und Sterben erkennen kann. Wo man alles verliert und sich verzweifelt an das letzte was einem bleibt (das eigene Leben, das Leben der Familie) klammert, immer mit der Angst beseelt, dieses letzte noch verlieren zu können. Diese Furcht und das verzweifelte Suchen eines letzten Sinnes in der eigenen Existenz inszeniert Spielberg mit beispielhafter cineastischer Routine. Ihm gelingt der Spagat, den Stoff in seinen Grundzügen zu erhalten ohne vorhergehende Filme des gleichen Grundthemas zu kopieren („War of the Worlds“, „ID4“ ) und seinen Film dadurch eventuell ins Lächerlicher abdriften zu lassen. Er inszeniert den Stoff völlig anders, als man es bis dahin gewohnt war. Er macht aus dem Stoff im weitesten Sinne einen Kriegsfilm. Er überträgt quasi das Radio-Hörspiel, durch dass H.G.Wells' Werk erst zu zweifelhaftem Ruhm kam, fast 1:1 auf die Kinoleinwand. Erstaunlicherweise funktionierte es. Und wenn es denn unbedingt übermächtige Ausserirdische sein müssen, die den Amerikanern die Schrecken einen Alles vernichtenden Krieges aufzeigen, nun gut, dann soll es so sein. Wahrscheinlich müssen es auch Ausserirdische sein. Denn jede andere Art von Invasionsmacht existiert in der Vorstellungswelt des gemeinen Amerikaners nicht. Wie auch? Interessant hierbei ist auch, dass sich Spielberg nicht davor scheut, in einigen Sequenzen auch den Mensch als des Menschen Feind darzustellen.
Der Schrecken der Vernichtung wird hier an einzelnen Personen quasi exemplarisch erfahrbar gemacht. Allen voran der treusorgende Familienvater Ferrier, gespielt von Tom C. Die stark körperbetonte Rolle, in der er als Loser (sowohl gesellschaftlich, als auch als familiär) in einen furchtbaren Alptraum katapultiert wird, in dem er unter Aufbietung aller seiner Kräfte bestehen muss und dabei mehr und mehr über sich hinaus wächst, funktioniert durch die Konterkarikierung seiner sonstigen Rollen erstaunlich gut. Die Massenszenen wirken sehr glaubhaft, die Zerstörung ist perfekt aus der First-Person-Perspektive photographiert und durch die starke Reduzierung der Aliens auf einige wenige Elemente (Laufmaschinen, Späher) behält der Film einen erstaunlich realen und sehr stimmungsvollen Charakter. Einige Reminiszenzen fallen dem versierten Zuschauer dann jedoch all zu direkt ins Auge („Wo habe ich nur diesen wurmartigen Späher schon einmal gesehen?“) und erinnern ihn daran, in welcher Art von Film er sitzt.
Spielberg macht jedoch meiner Meinung nach einen kapitalen Fehler: er zeigt uns die Aliens. Zwar handelt es sich hier zweifellos um eine weitere Reminiszenz (wahrscheinlich an John Christophers „The Tripods“), er zeigt sie uns allerdings so, dass man durchaus auf sie hätte verzichten können, ohne dass das Gefühl einer latenten Bedrohung verloren gegangen wäre. Im Gegenteil: gerade das Spiel mit dem Unsagbaren und Geheimnisvollen, kann eine ungeheure Wirkung haben. Kubricks beispielsweise verzichtete in „2001“ auf eine Visualisierung der Fremden völlig und es funktionierte phantastisch. Auch leidet der Spannungsbogen zum Ende hin ein wenig und das letzte (kleine) Gefecht und der dadurch herbeigeführte, symbolhafte Tod eines der Eindringliche wirkt irgendwie aufgesetzt und überflüssig.
Durch die Ein- und Ausgangsequenz wirkt der Film abstrakt, fast philosophisch, gewinnt dadurch allerdings etwas seltsam Beiläufiges. Wir leben und bevölkern diesen Planeten nicht, weil wir ihn erobert haben, sondern weil uns Mutter Natur das Recht dazu gibt, ein Recht auf Leben, das wir uns über Jahrmillionen Evolutionsgeschichte teuer erkauft haben. Wir sollten dieses Recht vielleicht nicht überstrapazieren. Ob man dieses Bild auch im Sinne, seiner ursprünglichen Bedeutung, wie es Wells seinerzeit anlegte, interpretieren kann, halte ich für fragwürdig. Dafür ist der Film zu oberflächlich.
Man muss sich ein wenig fragen: Was soll das? „Krieg der Welten“ bleibt letztendlich perfekt inszeniertes, aber auch etwas belangloses Entertainment. Der Film ist Edelkitsch. Ein schaurig-schönes Gruselmärchen, das geschickt aber auch etwas plakativ mit den Urängsten des Menschen spielt. Eine weitere, durchaus interessante Variation des Invasionsthemas, das nach diesem Film sicher fürs erste erschöpfend behandelt worden sein dürfte.
Interessant hierbei ist, dass man den Film sicher sehr unterschiedlich wahrnehmen kann. Der unabwendbare Verlust an Besitz und Existenzberechtigung mag für einen Amerikaner hier sehr gut nachvollziehbar werden, für einen Europäer ist „Krieg der Welten“ ein Science-Fiction-Katastrophen Film wie viele andere auch, denn Krieg und Zerstörung sind für den Europäer wesentlich unmittelbarer als für den US-Amerikaner.
Verdammt, ich ergehe mich wieder in Klischees ... Schluss jetzt - bevor es unsachlich wird.
Einen expliziten Hinweis, ob man ihn sich ansehen sollte, werde ich nicht geben. Das muss jeder selbst entscheiden!
_________________
Ein Volk,
Ein Reich,
Ein Lemmy!
Zuletzt bearbeitet von Klaus Altmann am 04.08.2005 23:56, insgesamt einmal bearbeitet
nicht wundern, das hab auch schon in ein anderes Forum gepostet. Ich mach mal einfahch meinem STATUS alle Ehre :D
Beschissen
18.05.2006, 22:53
Herrje, den hab ich auch gesehen mittlerweile.
Leider wurden selbst meine schlichten Erwartungen auf ein bisschen Larifari-Bomben-Kino mit großen Maschinen und Verwüstung unterboten. Die gibt es zwar und sie sehen auch toll aus, aber der Rest geht dermaßen auf die Eier, dass man den Film gar nicht richtig genießen kann. Zwar ist er nicht so saudoof wie Minority Report, aber die Buchvorlage von Philip K. Dick dürfte auch wesentlich schwieriger zu handhaben sein als das doch eher simple auf dem bekannten Hörspiel beruhende "Krieg der Welten".
Das es auch anders geht, zeigt die Verfilmung der "Zeitmaschine" von Wells aus dem Jahr 2002; Hollywood mal von der guten Seite.
Original von Sayarin
hmmm... tom kruse... buäh! eigentlich sollte ich diesen film boikottieren... allerdings mag ich "alles-kaputt-mach-filme"; der trailer sah ja recht interessant aus...
...kennst du weitere "alles-kaputt-mach-filme"? Ich suche und suche, doch irgendwie will mir ein solcher Film zur Zeit nicht in die Hände fallen. Seit ich "Godzilla - Final Wars" (Godzilla & Co. hauen in dem Film mal so richtig auf die Kacke) geschaut habe, halte ich immer ausschau nach weiteren "alles-kaputt-mach-filmen". Also Filmen mit richtig geilen Materialschlachten, wo halt so richtig auf die Kacke gehauen wird. Egal ob Trash, Komödie oder Film ohne Sinn. Es muß halt nur Spaß machen zu zuschauen und es muß viel kaput gehen oder explodieren...
@Topic
den Film hab ich immernoch nicht geschaut und ich halte am "Tom-Cruise-Boikott" fest... :P
Da fällt mir doch glatt der hier ein:
http://www.klopfers-web.de/kdw.php
Original von Asmodeus
Da fällt mir doch glatt der hier ein:
http://www.klopfers-web.de/kdw.php
Mit dieser Hintergrundinfo könnte ich mich vielleicht doch dazu breitschlagen lassen, ein "Tom-Cruice's-Krieg-der-Welten-Boikott-Aufhebungsverfahren" zu erteilen. Jetzt machst dus mir aber schwer... aber kaufen werd ich den mir nicht! :hm:
Semizero
02.10.2006, 17:50
Original von Asmodeus
Da fällt mir doch glatt der hier ein:
http://www.klopfers-web.de/kdw.php
Du sack, den link wollt ich bringen :wut:
Aaaalsoo... ich hab mir das Teil heute zum zweiten Male rein gezogen... welche Bedeutung hatten die Vögel - die nur am Rande vorkamen, aber wenn, dann Mittelpunkt der Szene wurden - gehabt? Waren die der Virusträger? Wurden die Aliens womöglich von der Vogelgrippe dahin gerafft? Oder waren es doch, wie angedeutet, die Japaner? Das Buch hab ich nie gelesen, aber ich glaube kaum, daß da Japaner drin vorkamen... also doch die Vögel?
...ich werde wohl nie eine klare Antwort darauf bekommen... oder doch?
Und war das Ende im Film dem Ende des Buches gleich?
Beschissen
19.11.2006, 11:03
Hier die klare Antwort:
Die Vögel haben den Menschen mit schneller Auffassungsgabe gezeigt, dass die Schutzschilde der Ausserirdischen nicht mehr aktiv sind; daher: schnell Raketenwerfer aus der Hose und: Bummm!
Und welchen Teil des Endes meinst du denn?
Die Viren-, Bakterien- was auch immer-Endlösung ist aus dem Buch, sämtliche Charaktere sind jedoch, soweit ich mich entsinne, ein Gespinst der bösen Industrie. Man möge mich eines besseren belehren.
Übrigens gibt es auch eine hervorragende Disney-Adaption irgendwo in einem Lustigen Taschenbuch. Da stirbt dann natürlich keiner und Micky Maus steckt die Ausserirdischen höchstpersönlich an; kommt aber trotzdem gut. Wie fast alle LTB-Literatur-Umsetzungen (ganz besonders: Victor Hugo - Les Miserables).
Kürzlich lief doch auch irgendwo der oben schon kritisierte Minority Report, ebenfalls mit Tom Cruise, ebenfalls eine Adaption eines SF-Klassikers; hat den jemand gesehen?
Da bietet sich eine kleine Abschweifung ja an.
Original von Beschissen
Hier die klare Antwort:
Die Vögel haben den Menschen mit schneller Auffassungsgabe gezeigt, dass die Schutzschilde der Ausserirdischen nicht mehr aktiv sind; daher: schnell Raketenwerfer aus der Hose und: Bummm!
Und welchen Teil des Endes meinst du denn?
Die Viren-, Bakterien- was auch immer-Endlösung ist aus dem Buch, sämtliche Charaktere sind jedoch, soweit ich mich entsinne, ein Gespinst der bösen Industrie. Man möge mich eines besseren belehren.
Übrigens gibt es auch eine hervorragende Disney-Adaption irgendwo in einem Lustigen Taschenbuch. Da stirbt dann natürlich keiner und Micky Maus steckt die Ausserirdischen höchstpersönlich an; kommt aber trotzdem gut. Wie fast alle LTB-Literatur-Umsetzungen (ganz besonders: Victor Hugo - Les Miserables).
Kürzlich lief doch auch irgendwo der oben schon kritisierte Minority Report, ebenfalls mit Tom Cruise, ebenfalls eine Adaption eines SF-Klassikers; hat den jemand gesehen?
Da bietet sich eine kleine Abschweifung ja an.
Danke für diese Info. Aber da gibts noch eine Vogelszene, an die ich eigentlich gedacht habe. Und zwar bei der Szene, wo alle in der Nacht auf die Fähre wollen, schaut Goldlöckchen auf den bewaldeten Hügel im Hintergrund, Vögel fliegen am Himmel im dunkeln vorbei direkt auf diese Metallriesen zu. Also wie Möven, die einen Dampfer erblicken.
In einer anderen Szene fressen Krähen dieses wuchernde Zeug.
Also meiner Ansicht nach müssen die Vögel eine noch größere Bedeutung haben, als nur darauf hin zuweisen, daß das Schutzschild nicht funktioniert.
Und mit dem Ende meinte ich welches, wo Cruise mit Sack und Pack diese sonnenbeschienene leere Straße auf das Großälterhaus hinzu läuft. Aber am meisten hats mich intressiert, ob der Sohn wirklich auf einmal ohne Kratzer wieder aufgetaucht ist. Aber wenn du sagst, daß die Charaktere im Film frei erfunden sind, na dann....
Werden in Disneys Geschichten auch die Leute pulverisiert?
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