Vrost
17.05.2005, 23:53
THANATEROS - Into The Otherworld
Genre: Folk Metal
Homepage: http://www.thanateros.de
Die Verbindung der Elemente stand bei diesem neuen Output der Berliner Folk Metal Formation THANATEROS im Vordergrund. Dies lässt sich auch schon am interessanten, verspielten Cover-Artwork feststellen. Musikalisch ist dies genausogut gelungen. Tanzbare folkige Melodien verschmelzen mit metallischen Riffs und harten Drums zu einer unvergleichlichen Einheit.
Der erster Song wird atmosphärisch mit Meeresrauschen eingeleitet, beginnt dann aber mit netter Fidelei und Akustikgitarre zu überzeugen. Ein seichter Anfang um den geneigten Hörer nicht gleich zu überfordern. Bei Lied Nummer Zwei wird gleich am Anfang scharf geschossen. Das geht zwar etwas zurück, aber das gleicht der Gesang wieder aus. Aber der eben erwähnte, aggressive Instrumental-Part darf nocheinmal begeistern. Was Traditionelles als nächstes Lied, wie ich dem Booklet entnehmen darf. Aber da wurde ordentlich nachgeholfen, damit dieses Stück sich geradewegs in die Gehörgänge bohrt. So muss es sein ! Dazu noch ein wenig weiblicher Gesang und kleinere Gitarrenattacken - was will man mehr. Und gleich noch ein Kracher hinterher. Hossa, das Stück geht ab. Wer hier nicht tanzt, der muss festgewachsen sein. Ein ordentlich aufgemotztes Traditional mit Speed und Leidenschaft gespielt. Zur Entspannung gibts danach ein Stück bei dem sich kräftiger, gefühlvoller Gesang mit träumerischer Melodie abwechseln. Aber der Song gewinnt ab der Mitte an Geschwindigkeit und interessanten Ausflügen des Gitarristen. Aber der Song ist ja immer noch nicht beendet. Es folgt noch ein ruhiger Ambientteil mit sehr viel Atmosphäre, die durch den prasselnden Regen, den pfeifenden Wind und das Donnergrollen hervorgerufen wird. Und da wir jetzt gerade in etwas melancholischer Stimmung sind passt der neue Song perfekt zum gerade angehörten. Die Gitarren und der Sänger arbeiten zwar auf einen Höhepunkt hin, aber der will nicht so recht eintreten. Was solls, der nächste Song hat dafür wieder ordentlich Feuer. Der Stereotyp Folk Metaller ist Anfang noch kräftig am Moshen, so denn danach die Phase beginnt, bei der während des Konzerts in den ersten Reihen ordentlich gepogt werden dürfte. Als Song Nummer 8 hat es "Dirty Old Town" auf den Langspieler geschafft. Dieses wurde auch schon als Singleauskopplung ausgewählt und besticht durch 2 Melodien (eine langsam und tragend, eine schnell und rockig). Der Country-Einschlag lässt sich diesem Song nicht absprechen. Trotzdem oder gerade deswegen geht der Song einfach gut ab. Eine verträumte Fiddle-Melodie leitet den nächsten Song ein. Aber auch ein wenig Härte ist zu finden. Nicht zuletzt in der einen Art des Gesangs, die sich mit einer etwas melancholischen abwechselt. Und das nächste Lied hat schon wieder ein interessantes Intro. Dieses hier zeichnet sich durch Percussion und den zweistimmigen Sprechgesang dieses, ich vermute, rituellen Aktes aus. Hier werden die Elemente wieder vereint. Dann gehts los und die Winde aus allen Himmelsrichtungen werden angerufen. Und der Refrain ist auch hier zweistimmig (männlich und weiblich). Die Melodie geht gut ins Ohr und nach mehrmaligen Höhren kann man den Refrain auch schon mitsingen. Und nun zum (angeblich) letzten Song dieser Platte. Eine Ballade zum Schluss macht sich immer gut. Und hier werden alle Kriterien dafür erfüllt. Schleppende Gitarren, wehmütige Fiddle und anklagender Gesang. Außerdem gefühlvolle Ausbrüche und heulende Gitarrenspielerei. Damit sollte dieses Werk nun würdig beendet worden sein. Aber nein, ein Hidden Track ist auch noch zu finden. Ein traditionelles A Capella mit dem Namen "She Moved Through The Fair".
Dieses Werk kann man getrost als eines der besten Werke des Jahres aus dem Bereich Folk Metal werten. Ein wunderbar umgesetztes Stück folkig-metallischer Tonkunst.
Und so freue ich mich auf die Record Release Party, um die Live-Umsetzung von "Into The Otherworld" zu begutachten, und wünsche den Thanateros'lern noch viel Glück und kreativen Input bei ihrem zukünftigen Schaffen.
Inhalt:
1. Calling Llyr
2. Follow
3. Siúil a Rún
4. Templehouse/Drowsy Maggy
5. I'm Changing
6. Song As A Kiss
7. No Rest
8. Dirty Old Town
9. In Time
10. Four Winds
11. Last Goodbye + Hidden Track (She Moved Through The Fair)
http://www.hardlinetv.de/berichte/images/thanateros-intotheotherworld.jpg
Musiker:
Ben - Vocals, Bodhran, Additional Tin-Whistle
Karsten - Guitars
Jenne - Bass
Christoph - Fiddle
Mario - Drums
_________________________
www.hardlinetv.de
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Genre: Folk Metal
Homepage: http://www.thanateros.de
Die Verbindung der Elemente stand bei diesem neuen Output der Berliner Folk Metal Formation THANATEROS im Vordergrund. Dies lässt sich auch schon am interessanten, verspielten Cover-Artwork feststellen. Musikalisch ist dies genausogut gelungen. Tanzbare folkige Melodien verschmelzen mit metallischen Riffs und harten Drums zu einer unvergleichlichen Einheit.
Der erster Song wird atmosphärisch mit Meeresrauschen eingeleitet, beginnt dann aber mit netter Fidelei und Akustikgitarre zu überzeugen. Ein seichter Anfang um den geneigten Hörer nicht gleich zu überfordern. Bei Lied Nummer Zwei wird gleich am Anfang scharf geschossen. Das geht zwar etwas zurück, aber das gleicht der Gesang wieder aus. Aber der eben erwähnte, aggressive Instrumental-Part darf nocheinmal begeistern. Was Traditionelles als nächstes Lied, wie ich dem Booklet entnehmen darf. Aber da wurde ordentlich nachgeholfen, damit dieses Stück sich geradewegs in die Gehörgänge bohrt. So muss es sein ! Dazu noch ein wenig weiblicher Gesang und kleinere Gitarrenattacken - was will man mehr. Und gleich noch ein Kracher hinterher. Hossa, das Stück geht ab. Wer hier nicht tanzt, der muss festgewachsen sein. Ein ordentlich aufgemotztes Traditional mit Speed und Leidenschaft gespielt. Zur Entspannung gibts danach ein Stück bei dem sich kräftiger, gefühlvoller Gesang mit träumerischer Melodie abwechseln. Aber der Song gewinnt ab der Mitte an Geschwindigkeit und interessanten Ausflügen des Gitarristen. Aber der Song ist ja immer noch nicht beendet. Es folgt noch ein ruhiger Ambientteil mit sehr viel Atmosphäre, die durch den prasselnden Regen, den pfeifenden Wind und das Donnergrollen hervorgerufen wird. Und da wir jetzt gerade in etwas melancholischer Stimmung sind passt der neue Song perfekt zum gerade angehörten. Die Gitarren und der Sänger arbeiten zwar auf einen Höhepunkt hin, aber der will nicht so recht eintreten. Was solls, der nächste Song hat dafür wieder ordentlich Feuer. Der Stereotyp Folk Metaller ist Anfang noch kräftig am Moshen, so denn danach die Phase beginnt, bei der während des Konzerts in den ersten Reihen ordentlich gepogt werden dürfte. Als Song Nummer 8 hat es "Dirty Old Town" auf den Langspieler geschafft. Dieses wurde auch schon als Singleauskopplung ausgewählt und besticht durch 2 Melodien (eine langsam und tragend, eine schnell und rockig). Der Country-Einschlag lässt sich diesem Song nicht absprechen. Trotzdem oder gerade deswegen geht der Song einfach gut ab. Eine verträumte Fiddle-Melodie leitet den nächsten Song ein. Aber auch ein wenig Härte ist zu finden. Nicht zuletzt in der einen Art des Gesangs, die sich mit einer etwas melancholischen abwechselt. Und das nächste Lied hat schon wieder ein interessantes Intro. Dieses hier zeichnet sich durch Percussion und den zweistimmigen Sprechgesang dieses, ich vermute, rituellen Aktes aus. Hier werden die Elemente wieder vereint. Dann gehts los und die Winde aus allen Himmelsrichtungen werden angerufen. Und der Refrain ist auch hier zweistimmig (männlich und weiblich). Die Melodie geht gut ins Ohr und nach mehrmaligen Höhren kann man den Refrain auch schon mitsingen. Und nun zum (angeblich) letzten Song dieser Platte. Eine Ballade zum Schluss macht sich immer gut. Und hier werden alle Kriterien dafür erfüllt. Schleppende Gitarren, wehmütige Fiddle und anklagender Gesang. Außerdem gefühlvolle Ausbrüche und heulende Gitarrenspielerei. Damit sollte dieses Werk nun würdig beendet worden sein. Aber nein, ein Hidden Track ist auch noch zu finden. Ein traditionelles A Capella mit dem Namen "She Moved Through The Fair".
Dieses Werk kann man getrost als eines der besten Werke des Jahres aus dem Bereich Folk Metal werten. Ein wunderbar umgesetztes Stück folkig-metallischer Tonkunst.
Und so freue ich mich auf die Record Release Party, um die Live-Umsetzung von "Into The Otherworld" zu begutachten, und wünsche den Thanateros'lern noch viel Glück und kreativen Input bei ihrem zukünftigen Schaffen.
Inhalt:
1. Calling Llyr
2. Follow
3. Siúil a Rún
4. Templehouse/Drowsy Maggy
5. I'm Changing
6. Song As A Kiss
7. No Rest
8. Dirty Old Town
9. In Time
10. Four Winds
11. Last Goodbye + Hidden Track (She Moved Through The Fair)
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Musiker:
Ben - Vocals, Bodhran, Additional Tin-Whistle
Karsten - Guitars
Jenne - Bass
Christoph - Fiddle
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